A-Jugend-Bundesliga-Qualifikation HSC-Talente halten Kurs

Coburgs Toptalent Pavels Valkovskis (am Ball) und seine Kollegen in der A-Jugend des HSC 2000 Coburg wollen am kommenden Wochenende ein weiteres Jahr Bundesliga buchen. Foto: Iris Bilek

Die A-Jugend des Handball-Zweitligisten Coburg übersteht die zweite Runde der Bundesliga-Qualifikation ohne Niederlage. Am Wochenende in Rimpar will das Valkovskis-Team ein weiteres Jahr in der Beletage perfekt machen.

Die A-Jugend des Handball-Zweitligisten HSC 2000 Coburg hält klaren Kurs auf ein weiteres Jahr in der Bundesliga. Beim dritten Turnierwochenende im Rahmen der Qualifikation für die nächste Saison im Oberhaus trafen die Talente der Vestestädter im baden-württembergischen Filderstadt erstmals auf nichtbayerische Teams. Nach dem Turniersieg in Großwallstadt im April und dem 2. Platz am vorigen Wochenende in München stand nun die nächste Bewährungsprobe an, diesmal auf Ebene des Deutschen Handball-Bundes. Und diese bestanden die HSC-Youngsters mit Bravour, sie blieben unbesiegt.

25:25 gegen Bietigheim

Das erste Spiel gegen die SG BBM Bietigheim verlief bis zur Mitte der ersten Halbzeit ausgeglichen. Die Abwehr ließ jedoch an Konsequenz vermissen und ermöglichte den Schwaben eine knappe Halbzeitführung (14:12). Nach dem Seitenwechsel zeigten die Coburger zwar im Angriff weiter sehenswerte Aktionen, konnten aber die Angriffe der Bietigheimer nicht effektiv genug unterbinden. Dreieinhalb Minuten vor Schluss lagen die Vestestädter mit drei Toren zurück, doch mit tadelloser Kampfmoral und letztem Einsatz eroberten die Gelb-Schwarzen dann zweimal den Ball und stellten mit der Schlusssirene durch einen verdeckten Hüftwurf auf 25:25.

Fünf Tore innerhalb 120 Sekunden

In ihr zweites Match, gegen Gastgeber Jano Filder, startete das Coburger Team ideal und lag nach zwei Minuten schon 3:0 vorne. Nach teils leichtfertig vergebenen Angriffen des HSC jedoch schlossen die „Filder Falken“ mit einem 4:0-Lauf auf und lagen in der 12. Spielminute sogar mit zwei Toren vorne (9:7).

Doch dann fruchtete die Forderung von Coach Margots Valkovskis nach einer defensiveren Ausrichtung der Abwehr und mit sechs Toren in Folge erarbeiteten sich die HSC-Youngsters einen Vorsprung zum 14:10-Pausenstand. Die Jugendhandball-Akademie Neuhausen/Ostfildern brachte nun den siebten Feldspieler, um sich im Angriff Überzahlsituationen zu ermöglichen. Doch die Abwehr der Gelb-Schwarzen war hellwach und konnte nach erfolgreichen Balleroberungen einige Male ins leere Tor einnetzen. Fünf Tore innerhalb 120 Sekunden und kein Gegentreffer führten zum vorentscheidenden Zwischenstand von 24:17 in der 32. Spielminute.

Als die Konzentration der Vestestädter etwas nachließ, konnten die Gastgeber zwischenzeitlich den Abstand verkürzen (26:22), aber in einer Auszeit der Coburger mobilisierten jene noch einmal letzte Kräfte und gewannen die Partie auch in der Höhe verdient mit 31:25.

HSC 2000 Coburg: Paul Hempel, Hannes Angermüller (TW) – Til Schreiber, Ivan Horbakha, Jonathan Thaler, Radivoje Radenovic, Olivier Graczyk, Connor Ganz, Lennart Kücker, Julius Rauch, Loris Hartung, Pavels Valkovskis, Leonards Valkovskis, Finn Atzpodien.

Besseres Torverhältnis

Mit 3:1 Punkten und dem besseren Torverhältnis gegenüber dem Bietigheimer Team zogen die Oberfranken als Turniersieger in die nächste Runde der Qualifikation ein. Diese wird in zwei Gruppen am kommenden Wochenende im unterfränkischen Rimpar gespielt. Der HSC trifft dabei auf die SG DJK Rimpar, die SG Leutershausen und die HG Konstanz. In der zweiten Gruppe stehen sich Stuttgart, der TSV München-Allach, die SG BBM Bietigheim und der TSV Rintheim gegenüber.

Die beiden Gruppenersten qualifizieren sich direkt für die Bundesliga und dazu der Sieger aus dem Duell der Gruppenzweiten. Für die Vestestädter steht am Samstag um 13 Uhr das erste Match gegen die SG DJK Rimpar an, um 17.20 Uhr folgt die Partie gegen die SG Leutershausen und am Sonntag um 11.15 Uhr das dritte Gruppenspiel gegen die HG Konstanz. Landet der HSC am Ende auf Rang 2 der Gruppe, muss er um 13.15 Uhr gegen den anderen Gruppenzweiten antreten.

Hoch motiviert

Die Coburger Youngsters sind jedenfalls hoch motiviert, den HSC in der kommenden Saison zum wiederholten Male in der höchsten Spielklasse zu vertreten. Und die Chancen stehen wohl nicht schlecht. HSC-Geschäftsführer Jan Gorr, der die Spiele vom vergangenen Wochenende am Liveticker verfolgt hat, warnt zwar davor, dass in Rimpar „zwei, drei Mannschaften dabei sind, die sich sicher mit Coburg auf Augenhöhe befinden, und der Faktor Tagesform mit entscheiden wird“, doch traut er dem Team die erneute Qualifikation für die Bundesliga zu.

Geschäftsführer Gorr drückt die Daumen

Mit der A-Jugend auf höchstem Niveau vertreten zu sein, bedeutet einen wichtigen Aspekt auf dem vom HSC seit Jahren proklamierten „Coburger Weg“, auf dem eigener Nachwuchs an höhere Aufgaben geführt werden soll. Und auch wenn die 2. Herrenmannschaft des Klubs, in der auch Jugendspieler regelmäßig bereits erste Erfahrungen im Herrenbereich machen durften, nun aus der 3. Liga zurück in die Bayernliga absteigen muss, werde das die Entwicklung der Talente nach Gorrs Einschätzung nicht beeinträchtigen. „Grundsätzlich wäre es natürlich besser gewesen, wenn die Zweite in der 3. Liga geblieben wäre, aber die war definitiv eine Nummer zu groß und der Schritt zurück muss gar nicht so schlecht sein. Wichtig ist, dass die gute Trainingsarbeit so weiter läuft“, betont der Manager – und drückt für kommendes Wochenende natürlich die Daumen. akü/mdö

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