Ab Januar Neue Schulsozialarbeiter für Pressig und Stockheim

Karl-Heinz Hofmann

Der Jugendhilfeausschuss genehmigt die Stellen ab dem 1. Januar. Die Kinder sollen dadurch mehr Hilfe zur Bewältigung der akuten Pandemiefolgen erhalten.

Kinder brauchen manchmal Hilfe, die ihnen Lehrer nicht geben können. In Solchen Fällen sind Jugendsozialarbeiter eine wertvolle Stütze. Im Landkreis Kronach werden nun neue Stellen hierfür an zwei Grundschulen geschaffen. Foto: picture alliance / Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Jens Kalaene

Kronach - Der Landkreis Kronach schafft weitere Stellen in der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Der Jugendhilfeausschuss des Kreistags beschloss in dieser Woche die zunächst befristete Schaffung jeweils einer Halbtagsstelle an den Grundschulen in Stockheim und Pressig. Damit sollen die pandemiebedingten Belastungen und Beeinträchtigungen im Bereich des sozialen Lernens und in der Kompetenzentwicklung aufgefangen werden. Gleichzeitig dienen die Maßnahmen der Evaluation eines möglicherweise bestehenden längerfristigen Bedarfs.

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Vorbehaltlich einer Förderung im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ des Bundes, beteiligt sich der Landkreis Kronach ab dem Schuljahr 2021/2022 (Stichtag 1. Januar 2022) an den beiden Maßnahmen jeweils in Höhe der staatlichen Regelförderung, höchstens jedoch mit bis zu 8180 Euro jährlich je Standort. Die Förderung durch den Landkreis Kronach wird zunächst bis zum 31. Juli 2023 befristet.

Aktuell gibt es laut Jugendamtsleiter Stefan Schramm im Landkreis Kronach Jugendsozialarbeiterstellen an der Grund- und Mittelschule Küps, an der Mittelschule Pressig sowie an der Grundschule und der Mittelschule Kronach. Der Landkreis Kronach unterhält ferner eine Halbtagsstelle am Sonderpädagogischen Förderzentrum der Pestalozzischule in Kronach.

Von den 14 staatlichen Grundschulen im Landkreis Kronach haben acht Schulen weniger als 100 Schüler. Die zweitgrößte Grundschule ohne JaS-Angebot nach Kronach ist die Grundschule Stockheim mit einer Gesamtschülerzahl von 167 Kindern, gefolgt von der Grundschule Pressig mit 137 Schülern. Dass nun mithilfe der Förderung neue Stellen dort geschaffen werden könnten, sei auch jenseits der Corona-Krise nötig, so Schramm. So habe eine Auswertung der Polizeiinspektion Ludwigsstadt eine Häufung von Jugendstraftaten im Gemeindebereich Pressig in den Jahren 2019 und 2020 bestätigt. Von den 137 Schülern der Grundschule hätten außerdem 21 Kinder einen Migrationshintergrund, das seien 15,33 Prozent.

In Stockheim liege der Migrantenanteil lediglich bei 7,83 Prozent. Während der Corona-Pandemie sei jedoch eine Zunahme des angezeigten Hilfsbedarfs vor Ort zu verzeichnen. Daher sei eine Befürwortung von Jugendsozialarbeitsstellen an beiden Schulen zu befürworten.