Abstieg besiegelt Sylvia Ebersdorf geht 0:4 unter

Christian Dreßel
Sah die rote Karte: Ebersdorfs Andras Böhnlein (Mitte). Foto: Heinrich Weiß

Nach der Pleite beim FC Eintracht Münchberg steigt der SC in die Fußball-Bezirksliga ab. Trainer Jakob Engelmann ist stocksauer.

Der SC Sylvia Ebersdorf muss den bitteren Gang in die Fußball-Bezirksliga antreten. Das Team von Trainer Jakob Engelmann hat nach der 0:2-Hinspielniederlage gegen den FC Eintracht Münchberg auch das Rückspiel um die Landesliga-Zugehörigkeit am Samstag bei den Ostoberfranken mit 0:4 (0:1) verloren.

Die Gäste mussten ab der 41. Minute nach einer roten Karte gegen Andreas Böhnlein mit zehn Mann auskommen und schossen bis zur 86. Minute nicht ein einziges Mal aufs Tor. Der FCE dagegen spielte seine Chancen gekonnt aus und gewann auch in der Höhe verdient.

Katastrophaler Fehler

Trotz des frühen verletzungsbedingten Ausscheidens von Mittelfeldmotor Jonas Köhler ließ sich Münchberg zu keiner Zeit aus dem Konzept bringen. Die Ebersdorfer hatten zwar in der Anfangsviertelstunde gefühlt 75 Prozent Ballbesitz, in Bedrängnis konnten sie die gut gestaffelte FCE-Mannschaft aber nicht bringen.

Nach einem katastrophalen Fehlpass von Innenverteidiger Patrick Heidenreich kam Münchbergs Kapitän Thorsten Lang an den Ball und entschied sich für einen Direktschuss aus über 30 Meter. Der Ball senkte sich über Uwe Knauer ins Tor zur frühen 1:0-Führung der Hausherren. „Wir wollten Druck machen und dann kriegst du so ein blödes Ei“, sagte der konsternierte Gästetrainer Jakob Engelmann nach der Partie. Nur eine Minute darauf der nächste Lapsus von Heidenreich: Ein versuchter Rückpass zu seinem Torhüter verunglückte völlig. Lucas Köhler spritzte dazwischen, war auf und davon, scheiterte aber an Knauer.

Rot für Böhnlein

Die erste auffällige Aktion der Gäste war eine unrühmliche. Angreifer Andreas Böhnlein schlug in der 40. Minute nach einem intensiven Zweikampf mit dem Ellenbogen nach hinten aus und sah zurecht die rote Karte. Spätestens jetzt hatte der FCE alle Trümpfe in der Hand und spielte diese in der zweiten Halbzeit clever aus. Zwischen der 60. und 69. Minute trafen Lang, Köhler und dann wieder Lang. Sebastian Strößner setzte seinen Kapitän dabei zweimal mit einem gefühlvollen Heber von der Grundlinie in Szene. Der Dreifachtorschütze musste jeweils nur einnicken. Die Ebersdorfer dagegen prüften Heimkeeper Mario Möschwitzer erst in der 86. Minute, Fardin Hakimi scheiterte aber aus Nahdistanz.

„Aus meiner Sicht waren vier Tore zu wenig. Du kannst eigentlich froh sein, dass du nur vier Stück bekommst. Wenn Münchberg das cleverer spielt, bekommen wir sechs, oder sieben Stück“, sagte der enttäuschte Gästecoach Engelmann gegenüber dem Internet-Portal „Anpfiff“. „Wir sind zu Recht abgestiegen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

Statistik

FC Eintracht Münchberg: Möschwitzer – Richter (73. Szewzyk), Ott, F. Lang, Söllner, J. Köhler, Kolb (73. Rietsch), Strößner, Frank (73. Spindler), L. Köhler (8. Stumpf), T. Lang.

SC Sylvia Ebersdorf: Uwe Knauer – Autsch, Böhnlein, Sapienza, Hakimi, Schmidt, Heidenreich, Werner, Nana Tonzi, Carl, Özdemir.

Schiedsrichter: Hertlein (Dinkelsbühl). – Zuschauer: 500.

Tore: 1:0 Lang (15.), 3:0 Lang (61.), 3:0 Köhler (65.), 4:0 Lang (69.).

Gelbe Karten: Strößner, Frank / Werner, Özdemir.

Rote Karte: – / Böhnlein (41., Ellbogenstoß).

 

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