Abt-Degen-Weintal Weinkönigin besucht die Haßberge

Christian Licha

Zum zehnten Mal erhält das Abt-Degen-Weintal Besuch der amtierenden Fränkischen Weinkönigin. In diesem Jahr ist es Eva Brockmann, die sich vom Zusammenhalt der Winzer in den Haßbergen beeindruckt zeigt.

Ein kleines Jubiläum konnte das Abt-Degen-Weintal am Dienstag feiern. Bereits zum zehnten Mal besuchte die amtierende Fränkische Weinkönigin, heuer Eva Brockmann, das kleine aber feine Weinanbaugebiet. Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD), der auch Vorsitzender des Abt-Degen-Weintals ist, konnte zusammen mit Landrat Wilhelm Schneider (CSU), Weinbaupräsident Artur Steinmann und Weinprinzessin Anna-Lena Werb sowie einigen heimische Winzern bei einer Rundreise fünf Weinbaubetriebe der Fränkischen Weinkönigin vorstellen.

Die Fränkische Weinkönigin Eva Brockmann zeigte sich sehr beeindruckt von dem Zusammenhalt der Winzer im Abt-Degen-Weintal. Die 23-Jährige aus Churfranken, also dem Gebiet südlich von Aschaffenburg, fieberte schon im voraus auf diesen Tag hin, nachdem ihre Vorgängerin schon so sehr von der erlebnisreichen Rundreise geschwärmt hatte. „Der Stern Abt-Degen-Weintal leuchtet“, sagte Weinbaupräsident Artur Steinmann, denn mittlerweile ist der Winzerzusammenschluss eine feste Größe im unterfränkischen Weinbau. Auch sei es einmalig in Nordbayern, dass ein Weingebiet jedes Jahr eine Rundreise mit der Fränkischen Weinkönigin organisiert. Landrat Wilhelm Schneider freute sich, dass auch über die Landkreis- und Regierungsbezirksgrenze hinweg der Ort Unterhaid im Abt-Degen-Weintal organisiert ist: „Es geht um den Weinbau, Menschen und Betriebe, egal in welchem Regierungsbezirk.“

Noch recht jung ist der Betrieb der Familie Rothmund in Eltmann. Drei Hektar Rebfläche verteilen sich in den Lagen Krumer Himmelreich bei Zeil am Main, Zeller Schlossberg in Zell am Ebersberg und Donnersdorfer Falkenberg bei Falkenstein. Sohn Levin hat in den vergangenen zwei Jahren eine Winzerlehre in der Pfalz gemacht und wird voraussichtlich demnächst Weinbau an der Hochschule Geisenheim studieren.

In einem alten Bauernhof in der Eltmanner Innenstadt, der aus dem 17. Jahrhundert stammt, machen Matthias und Ines Rothmund zusammen mit ihrem Sohn Levin und Hilfe durch Verwandte alles selbst rund um den Wein.

Erst kürzlich hat die Familie auch einen Gewölbekeller unter ihrem Haus renoviert, der fortan mit seinem besonderen Ambiente für Weinverkostungen genutzt werden soll. Die Teilnehmer der Rundreise durch das Abt-Degen-Weintal zeigten sich beeindruckt von dem Engagement.

Mit Unterhaid ist auch ein oberfränkischer Ort im Landkreis Bamberg Mitglied im Abt-Degen-Weintal. Fünf Winzer gibt es dort, die zusammen etwa sechs bis siegen Hektar bewirtschaften. Einer der Betriebe ist das Weingut Auer, dass durch Barbara Auer-Albrecht, ihrem Mann Michael Albrecht und ihren Eltern Maria und Werner Auer betrieben wird. Seit 1934 hat sich die Familie Auer dem Weinbau verschrieben, der heute im Nebenerwerb ausgeführt wird.

In der Lage „Unterhaider Röthla“ haben die Auers rund einen Hektar Anbaufläche, die mit Domina, Silvaner und Müller-Thurgau bepflanzt ist. Auf einem weiteren Acker wurde vor kurzem mit Weißburgunder und Scheurebe angepflanzt. Um künftig ihre Weine noch besser präsentieren zu können, hat die Familie eine kleine Vinothek in ihr Wohnhaus integriert.

Zusammen mit Oberhaids Bürgermeister Carsten Joneitis und den anderen Ehrengästen wurde im Beisein von Weinkönigin Eva Brockmann der Verkaufs- und Verkostungsraum offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Weiterhin wurden die Weinbaubetriebe Hömer in Steinbach, A. & E. Rippstein in Sand und das Weingut Bauernschmitt in Ziegelanger besichtigt. Bei letzterem freute sich die Fränkische Weinkönigin Eva Brockmann besonders über den musikalischen Empfang der Abt-Degen-Bläser.

 

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