Almuth Schult ist beeindruckt
Antreiberin für den Kampf gegen das Vergessen der afghanischen Frauen in der Welt ist Menschenrechtsaktivistin Popal. "Ich bin so beeindruckt von sowohl Khalida als auch von allen Mädels", meint Olympiasiegerin Schult. "Wir kämpfen hier in Deutschland darum, dass der Fußball der Frauen professionell wird. Sie kämpfen darum, dass sie überhaupt Sport machen dürfen."
Im April dieses Jahres erreichten Popal und ihre Mitstreiterinnen ein wichtiges Ziel. Der Weltfußball-Verband FIFA mit seinem sonst Autokraten zugeneigten Präsidenten Gianni Infantino fällte eine bemerkenswerte Entscheidung: Er erkannte die afghanische Frauen-Nationalmannschaft offiziell an. Damit spielt erstmals ein Nationalteam ohne die Zustimmung des zuständigen Mitgliedsverbandes. Fünf Jahre nach dem Bann durch die FIFA.
Meilenstein: FIFA erkennt afghanisches Frauen-Nationalteam an
"Es ist ein Sieg für uns, für die Frauen Afghanistans, denn nach fünf Jahren haben wir nun die Anerkennung erhalten, Afghanistan zu vertreten", sagt Popal. Theoretisch können sich von jetzt an die afghanischen Spielerinnen für die Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele qualifizieren.
Zuletzt gab es im Dezember 2018 ein offizielles Länderspiel. Im November vergangenen Jahres hatte es in Marokko ein Vier-Länder-Turnier gegeben. Damals traten die Afghaninnen als Afghan Women United an - mit Fatema Urfani. Die FIFA-Entscheidung war wie eine Befreiung für sie. "Als der Präsident verkündete, dass die Frauen-Nationalmannschaft offiziell anerkannt wird, war das buchstäblich... Ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben, weil es einfach so überwältigend war."