Aidhausen/Wettringen Fünf Monate Vollsperrung

Christian Licha
Der offizielle Spatenstich zur Sanierung der Staatsstraße 2281 zwischen Aidhausen und Wettringen wurde am Freitag vollzogen. Im Bild (von links) zweiter Bürgermeister Winfried Reß (Stadtlauringen), Landrat Florian Töpper (Schweinfurt), Bauamtsleiter Michael Fuchs, Landrat Wilhelm Schneider (Haßberge), die Landtagsabgeordneten Gerhard Eck (Schweinfurt) und Steffen Vogel (Haßberge/Rhön-Grabfeld), Geschäftsführer Alexander Stolz (Bauunternehmen Stolz, Hammelburg) und Bürgermeister Dieter Möhring (Aidhausen). Foto: Christian Licha

Die Staatsstraße 2281 zwischen Aidhausen und dem Stadtlauringer Ortsteil Wettringen ist marode. Doch dieser Zustand soll bald Geschichte sein.

Seit einer Woche ist die Staatsstraße 2281 zwischen Aidhausen und dem Stadtlauringer Ortsteil Wettringen gesperrt. Bis Ende des Jahres wird die rund 1,6 Kilometer lange Strecke, die eine wichtige Verbindung der Landkreise Schweinfurt und Haßberge darstellt, bestandsnah ausgebaut. Am Freitag erfolgte nun am Ortsausgang von Wettringen der offizielle Spatenstich. „Die Maßnahme gilt als zentrale Investition, um den ländlichen Raum nachhaltig zu stärken“, sagte der Leiter des Staatlichen Bauamtes Schweinfurt, Michael Fuchs. Rund 1200 Fahrzeuge sind täglich auf der Staatsstraße zwischen Aidhausen und Wettringen unterwegs. Die Zeit der knapp fünfmonatigen Vollsperrung wird genutzt, um die Straßendecke auf der gesamten Länge zu erneuern und auf durchgehend 6,5 Meter zu verbreitern. Rechts und links der Fahrbahn werden 1,5 Meter breite Bankette hergestellt. Es wird außerdem eine Kurve abgeflacht und der Knotenpunkt mit der Kreisstraße SW 4 umgebaut. Hier entsteht eine neue Linksabbiegespur. Die Verkehrssicherheit wird dadurch maßgeblich erhöht, die Straße den heutigen Standards angepasst und für künftige Verkehrsbelastungen ausgelegt. Um Ressourcen zu schonen und Eingriffe in die Umwelt so gering wie möglich zu halten, wird die alte Fahrbahn möglichst wiederverwendet und dient zukünftig als Tragschicht.

Neben der Straße wird auch die Straßenentwässerung optimiert. Denn in der Vergangenheit kam es auf dem Abschnitt bei Starkregen vermehrt zu Überschwemmungen. Der Grund war ein unzureichender Regenwasserabfluss. Im Rahmen der Bauarbeiten wird deshalb auch eine geeignete Entwässerung, insbesondere unter Berücksichtigung des von außen zulaufenden Wassers, gesichert und in Form eines Mulden-Rigolen-Systems und durch Regenrückhaltebecken hergestellt.

„Schlechteste Straße im Landkreis“

„Wenn wir nichts investieren, säuft uns die ländliche Region sprichwörtlich ab“, sagte CSU-Landtagsabgeordneter Gerhard Eck. Umso mehr zeigte sich der ehemalige Staatssekretär froh, dass nun die Planungen in die Tat umgesetzt werden. Auch sein Fraktionskollege im Landtag, Steffen Vogel, freute sich, dass die „schlechteste Straße im Landkreis Haßberge“ saniert wird. Landrat Wilhelm Schneider erinnerte daran, dass die Baumaßnahme ein großes Thema bei Bürgerversammlungen in Aidhausen war. Bürgermeister Dieter Möhring richtete einen Appel an die Bürger: „Wenn man etwas fordere, dann müsse man auch mitmachen“. Aidhausens Gemeindeoberhaupt spielte damit auf die teilweise zähen Grundstücksverhandlungen an und betonte, dass ein faires Miteinander selbstverständlich sein solle. „Projekte wie zum Beispiele diese Straßensanierung dürfen nicht am Widerstand einiger Wenigen scheitern“, so Möhring. Schweinfurts Landrat Florian Töpper hob hervor, dass der Landkreis demnächst auch in die nahe gelegene Kreisstraße SW 55 investiert. Die Strecke zwischen Mailes und Wetzhausen wird im Jahr 2023 mit einem Kostenaufwand von 580 000 Euro saniert. Die Kosten für die jetzige Maßnahme belaufen sich auf insgesamt 3,3 Millionen Euro und werden vom Freistaat Bayern, für den Kreuzungsumbau anteilig mit 150 000 Euro vom Landkreis Schweinfurt getragen. Bis voraussichtlich Ende November ist die Strecke voll gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet und erfolgt ab Wettringen über Fuchsstadt und die Kreisstraßen SW 4 und HAS 35 nach Aidhausen und entgegengesetzt.

 

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