Aktion auf dem Schlossplatz Coburgs Lichtermeer gegen rechte Umtriebe

Nachdem im Januar bereits rund 4000 Menschen auf dem Marktplatz gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit demonstriert haben, gab es am Sonntag erneut ein starkes Zeichen aus Coburg: ein Lichtermeer für die Demokratie.

Mit Sambagrooves, klaren Worten und Tausenden von Lichtern hat Coburg am Sonntagabend erneut ein eindrucksvolles Zeichen für gelebte Demokratie gesetzt. Mit Taschenlampen und Handys verwandelten etwa 2500 bis 3000 Menschen den Schlossplatz unter den Klängen von John Lennons Hymne „Imagine“ in ein Lichtermeer – und gaben damit ein leuchtendes „Nie wieder“-Statement gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

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Video: Lukas Stumpf

Zwei Monate nach der ersten Großkundgebung, zu der 4000 Menschen auf den Marktplatz gekommen waren, wurde diese Demonstration von einem noch breiteren Bündnis von 44 Organisationen getragen. Auf Transparenten und Schildern zeigten die Demonstranten der AfD die „rote Karte“ , erklärten „Hass ist keine Meinung“ und forderten „Nie wieder Faschismus“.

Bei der Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz appellierten zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und anderen gesellschaftlichen Bereichen an die Solidarität aller Demokraten. Der ehemalige Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) warnte vor den umstürzlerischen Plänen der AfD und forderte rasches Handeln, „bevor es zu spät ist, zu bereuen“.