Noch immer klafft eine Lücke zwischen dem gesetzlichen Anspruch auf Gleichberechtigung und dem Alltag von Menschen mit Behinderung. Das beobachtet der kommunale Behindertenbeauftragte Edwin Oppelt. Menschen mit Handicap treffen immer noch viel zu oft auf Barrieren – und dies sind nicht nur bauliche Hindernisse. Diese können oft unkompliziert abgebaut werden, wie zahlreiche Beispiele im Landkreis Haßberge zeigen: Niederflurbusse, breite Türen, Bordsteinabsenkungen, Rampen und Aufzüge statt Treppen oder Formulare in leichter Sprache helfen mit, dass behinderte Menschen nicht ausgegrenzt werden. In Sachen Barrierefreiheit hat sich im Landkreis Haßberge in den vergangenen Jahren viel getan. Was bisher erreicht wurde, zeigt Edwin Oppelt in einer Fotoausstellung, die am Donnerstag, 27. April, um 12 Uhr durch Landrat Wilhelm Schneider im Eingangsbereich des Landratsamtes Haßberge eröffnet wird. Geboten wird den Besucherinnen und Besuchern hierbei auch eine besondere Mitmachaktion: auf einer Mauer aus Kartons können Missstände und Barrieren dokumentiert werden. Zum Ende der Aktionswoche wird diese Mauer dann am Donnerstag, 4. Mai, um 16 Uhr gemeinsam zum Einsturz gebracht. Des Weiteren werden im Rahmen der Aktionswoche folgende Veranstaltungen angeboten:• Mittwoch, 26. April: 16 bis 17.30 Uhr Lesung „Ziemlich beste Freunde“ mit Kaffee und Kuchen. Das Buch ist in leichter Sprache geschrieben. Die Lesung im Bibliotheks- und Informationszentrum am Marktplatz in Haßfurt mit BIZ-Leiterin Silvia Büttner ist kostenfrei.• Dienstag, 2. Mai: 11 bis 14 Uhr Sprechstunde des Behindertenbeauftragten Edwin Oppelt und der Inklusionsbeauftragten Natalie Harfst im Foyer des Landratsamtes Haßberge. • Mittwoch, 3. Mai: ab 16 Uhr Info-Nachmittag Hilfsmittel im Eingangsbereich des Landratsamtes Haßberge: Anja Pudelko von der Rummelsberger Diakonie informiert darüber, wie man verständlich miteinander kommunizieren kann. Menschen, die sich nicht oder nur wenig lautsprachlich äußern können, drücken sich anders aus. Sie kommunizieren durch Hand-Bewegungen, mit Mimik und Gesten oder mithilfe von Fotos. Auch Bilder, Symbole und Technik können ihnen dabei helfen, gut verstanden zu werden. Das sind zum Beispiel Bildkarten, Computer oder Handys.