Aktionstag mit dem FC Coburg Wenn Fußball auf dem Stundenplan steht

Anlässlich des Weltkindertages lud die Heimatringschule zu einer großen Fußball-Aktion. Übungsleiter vom FC Coburg vermitteln dabei Spaß am Ball.

Coburg - Nick dribbelt den Ball geschickt zwischen den drei Stangen durch, hält bei den beiden Hütchen kurz inne und kickt ihn mit einem mächtigen Schuss direkt in Tor. Sein Team jubelt. Der FC Coburg (FCC) ist anlässlich des Kindertages und im Rahmen einer Aktion des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) zu Gast in der Heimatringschule. Statt im Unterricht zu sitzen, haben die Zweit-bis Viertklässler am Montag die Möglichkeit, sich auf dem Fußballplatz auszutoben.

„Wir wollen die Kinder zum Sport animieren nach der langen Coronazeit“, erklärt Tim Niechziol, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) im FC Coburg. Rund 120 Kinder werden an diesem Tag in kleinen Gruppen und mit viel Abstand an der freien Luft geschult, „in dem Alter geht es einfach darum, dass sie Spaß mit dem Bal haben“, weiß Niechziol. Als NLZ sei es die Aufgabe seines Vereins, die Region voran zu bringen und da sei die Aktion vom BFV ein guter Anknüpfungspunkt. Vom Verband kommen Urkunden und Anregungen, vom FC Coburg vier Trainer, die sich ehrenamtlich um den Aktionstag kümmern. Nach Informationen des BFV sollen mit dem Projekt die Bedürfnisse und Rechte der Kinder hervorgehoben werden. Wichtiges Kriterium ist, dass sich alle Kinder beteiligen können.

„Ich bin begeistert vom Balltag am Weltkindertag“, freut sich Schulleiterin Marie-Luise Albrecht-Müller. Der BFV hatte die Schulen angeschrieben und auf das Angebot eines Fußballaktionstages hingewiesen. Über Kontakte zum FC Coburg entstand dann die Zusammenarbeit und während der Sommerferien wurde kurzerhand der Aktionstag für die Grundschule organisiert. Sie schätzt die vielfältigen Vorteile, die Aktivitäten mit Gleichaltrigen den Kindern bringen. Sport und Bewegung an der frischen Luft sei ein guter Ausgleich zum sonst oft stressigen Schulalltag. „Die Kinder hüpfen hier herum genauso wie die Bälle“, meint Albrecht-Müller lachend. Gerade im Fußball lernen die Kinder Teamgeist und Selbstbewusstsein, sie üben, sich an Regeln zu halten und die meist jungen Trainer seien für die Kleinen oft Vorbilder. „Fußball fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Kinder trainieren ihre Bewegungskoordination“, so Albrecht-Müller. Auch Rücksichtnahme kann im Verein ganz nebenbei gelernt werden.

An der Heimatringschule kombinieren die erfahrenen Trainer Ballsport mit einem kleinen Wettkampf: Zwei Teams treten gegeneinander an und dribbeln in Richtung Tor. Wer einen Treffer landet, darf einen farbigen Chip in den Rahmen von „Vier gewinnt“, stecken. Das Team, welches als erstes vier Chips in einer Reihe hat, gewinnt. „Mit ein bisschen Wettkampfcharakter sind sie viel konzentrierter“, weiß Niechziol.

Ziel des Fußballvormittages ist es, vielleicht den einen oder anderen dazu zu motivieren, selbst im Verein aktiv Sport zu machen. Nicht zwangsläufig im FC Coburg, wie Niechziol betont. „Jeden Einzelnen, den wir vom Computer weg bekommen, ist ein Erfolg für uns“, fasst es FCC-Trainer Andrè Jaksch zusammen.

Der Aktionstag ist zunächst eine einmalige Veranstaltung. Die Schulleiterin würde sich jedoch über eine wöchentliche Fußball-AG am Nachmittag oder am Wochenende freuen und sucht dafür Kooperationspartner bei den Coburger Fußballvereinen.

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