Amphibienaktion bei Jesserndorf Hilfe für Herrn Molch und Frau Kröte

Harald Amon, BN Ebern

Mehr Tiere als im Vorjahr haben Ehrenamtliche des Bund Naturschutz Ebern in diesem Jahr an den Amphibienzäunen eingesammelt. In einem anderen Bereich registrierte man hingegen einen Rückgang.

Auch Jugendliche der Mittelschule Ebern mit Lehrerin Marina Bittruf halfen bei der Amphibienaktion des BN. Foto: BN

Fünf Wochen dauerte die jüngste Amphibienaktion des Bund Naturschutz (BN) Ebern bei Jesserndorf, wobei über 100 ehrenamtliche Stunden zusammenkamen. Etliche Helfer waren beim Auf- und Abbau der Zäune sowie nächtlichen Kontrollen tätig. Nur aufgrund dieses Engagements könne diese Aktion schon seit Jahren durchgeführt werden, teilen die Verantwortlichen mit. Dank für die Organisation ging an Lutz Freund, ebenso an Thomas Friedrich, der nicht nur häufig Kontrollgänge unternahm, sondern auch das Zaunmaterial einlagert und mehrmals Kinder am Zaun begleitete.

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Ein besonderes Erlebnis hatten Schüler der Mittelschule Ebern, die mit ihrer Lehrerin Marina Bittruf eine nächtliche Kontrolle durchführten. Begeistert sammelten sie 148 Tiere in Eimern und setzten sie am Laichgewässer auf der anderen Straßenseite aus.

In dem Bereich sei ein leichter Anstieg auf 640 Tiere festzustellen, etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr, so der BN. Bei den Erdkröten habe sich die Zahl auf 597 erhöht, 17 Prozent davon waren Weibchen. Die Zahl der Molche stieg auf 31. Sogar zwölf Wasserfrösche wurden entdeckt, die eigentlich erst im April wandern.

Bei der Laicherfassung wurde ein weiterer Rückgang von Grasfroschlaich an Kleingewässern festgestellt. In mehreren alten Laichgewässern gab es keine entsprechenden Nachweise mehr. Erfreulich sei hingegen der Fund von fast 50 Laichballen in einem Gewässer nahe Unterpreppach, erklärt der BN. Bei mehreren Teichen bemerkte man, dass dort Randstrukturen fehlen, die das Befestigen der Laichschnüre von Erdkröten erleichtern.