Eines der wichtigsten Medienthemen derzeit ist das holprige Krisenmanagement der ARD-Vorsitzenden und Intendantin von Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger. Vorgeworfen werden ihr, zumindest indirekt, die extreme Verteuerung des geplanten Baus eines neuen Medienhauses, die Abrechnung von Geschäftsessen, die Nutzung ihres Dienstwagens – und über Bande zustande gekommene Beraterverträge in Höhe von 140 000 Euro, die ausgerechnet ihren Ehemann privilegieren: Gerhard Spörl, ein gebürtiger Hofer. Dass Schlesinger kürzlich auch noch einer Sondersitzung des Hauptausschusses im Brandenburger Landtag zum Thema fernblieb – löste fraktionsübergreifend Empörung aus. Diesen Ärger beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben die deutschen Leitmedien aufgegriffen: Nach der Aufdeckung des Falls durch „Business Insider“ nahmen sich unter anderem „Bild“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Süddeutsche Zeitung“ des Themas an.