Angriff in Weidenberg Ermittlung wegen versuchten Mordes in Asylunterkunft

red

Drei Verletzte, eine davon lebensgefährlich – das ist das dramatische Ende einer Bluttat, die sich am Montagnachmittag in Weidenberg zugetragen hat in einer Unterkunft für Asylsuchende. Die Polizei hat jetzt erste Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben.

Mit einem Großaufgebot war die Polizei am Montag nach Weidenberg geeilt und hatte den mutmaßlichen Täter festgenommen. Foto: Archiv

Nach dem tätlichen Angriff in einer Unterkunft für Asylsuchende in Weidenberg am Montagnachmittag ermitteln Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth gegen den 23-jährigen Bewohner wegen des Verdachts des versuchten Mordes in drei Fällen, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwochmorgen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

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Tat aus ungeklärten Gründen

Wie unsere Redaktion berichtet hat, soll der 23-Jährige am Montag gegen 15.30 Uhr nach bisherigen Erkenntnissen aus derzeit ungeklärten Gründen zunächst auf die Hausverwalterin losgegangen sein. Dabei soll der 23 Jahre alte Mann der 29-Jährigen schwere Stichverletzungen zugefügt haben. Welches Tatwerkzeug er dabei benutzte, ist aktuell Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen, heißt es in der Mitteilung.

Anschließend soll der Angreifer zwei weitere Bewohner der Einrichtung attackiert haben. Auch diese erlitten Schnitt- und Stichverletzungen. Sicherheitskräfte in der Unterkunft überwältigten den Mann kurz darauf. Wenige Minuten später trafen alarmierte Polizeistreifen ein und nahmen ihn widerstandslos fest.

Lebensgefährliche Verletzungen

Ein Rettungshubschrauber brachte die lebensgefährlich verletzte Hausverwalterin umgehend in ein Krankenhaus. Rettungskräfte transportierten auch die beiden verletzten Bewohner zur weiteren Behandlung in Kliniken der Umgebung. Nach aktuellem Stand schweben diese nicht in Lebensgefahr.

Umfangreiche Spuren

Kriminalbeamte sicherten am Tatort ab Montagnachmittag umfangreich Spuren. Während der polizeilichen Maßnahmen konnten die übrigen Bewohner nicht in ihre Zimmer zurückkehren. Die Polizeiliche Betreuungsgruppe kümmerte sich in dieser Zeit um die vorübergehende Versorgung der Betroffenen. Noch am Abend kehrten alle Bewohner in die Unterkunft zurück.

Haftbefehl wegen Verdachts des versuchten Mordes

Am Dienstagnachmittag eröffnete ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bayreuth dem Tatverdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft den Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes in drei Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der 23-jährige syrische Staatsangehörige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth führen die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat mit Hochdruck weiter.