ATP-Masters in Rom Krawietz/Mies im Vorwärtsgang

In Rom in der Erfolgsspur: Kevin Krawietz (links) und Andreas Mies. Foto: IMAGO/Jürgen Hasenkopf

Der Witzmannsberger und sein Kölner Partner stürmen beim ATP-1000-Event in Italien ins Viertelfinale. Dort kann es zum dritten Match in Folge gegen ein italienisches Gespann kommen.

Eine Stunde und 18 Minuten Tennis und 20 000 Euro mehr auf dem Konto. Wohl nicht die schlechteste Berufswahl, die Kevin Krawietz aus Ahorn-Witzmannsberg und sein Kölner Partner Andreas Mies als Tennisprofis getroffen haben. Die French-Open-Sieger im Doppel von 2019 und 2020 nehmen im Vorfeld des Grand Slams in Paris wieder Fahrt auf. Mit einem souveränen 6:3, 6:3-Sieg gegen die beiden Italiener Lorenzo Sonego (26 Jahre; Doppel-Weltranglisten-142.) und Luca Nardi (18; 653.) sind sie am Mittwoch ins Viertelfinale des mit insgesamt 5 415 410 Euro Preisgeld dotierten Internazionali BNL d’Italia in Rom eingezogen.

Weniger Probleme als zum Auftakt

In ihrem Erstrundenmatch bei diesem ATP-Masters in der italienischen Hauptstadt, bei dem es 1000 Punkte für die Weltrangliste und ein gemeinsames Preisgeld von 252 980 Euro für die Turniersieger im Doppel gibt, hatten der Wahl-Münchner Krawietz (30; 15.) und Mies (31; 21.) noch mehr Mühe gehabt. Die auch da klar favorisierten Deutschen mussten am Montag alles geben, um mit einem 4:6, 6:3, 10:8-Sieg gegen die beiden Lokalmatadoren Matteo Arnaldi (21; 399.) und Francesco Passaro (21; 364.) ins Achtelfinale einzuziehen. Dort bekamen sie es nun erneut mit zwei mit einer Wildcard antretenden Lokalmatadoren zu tun. Doch diesmal ließen sie von Beginn an kaum Zweifel aufkommen, wer den Court als Sieger verlassen wird.

Break im dritten Spiel

Bereits im dritten Spiel gelang ein Break gegen den aufschlagenden Nardi zur 2:1-Führung. Nachdem Krawietz sein Service zum 3:3 hatte abgeben müssen, konterte das Davis-Cup-Doppel des DTB mit dem Rebreak zum 4:3. Mies ließ ein Zu-Null-Aufschlagspiel folgen und nach dem zweiten Satzball nach 36 Minuten war Durchgang eins entschieden. In zweiten Satz gelang Krawietz/Mies im vierten Spiel gegen den servierenden Nardi das Break zur eigenen 3:1-Führung, nach der die Italiener nicht mehr wirklich zurückkamen. Mit dem dritten von drei Matchbällen bei 5:3-Führung machten die Deutschen den Sack zu.

Paralta/Skugor oder Bolleli/Fognini

Im Viertelfinale treffen sie nun am Freitag entweder auf den 40-jährigen chilenischen Routinier Julio Peralta, der im Doppel-Ranking schon einmal auf Rang 29 stand, aber nun nicht mehr gelistet ist, und den Kroaten Franko Skugor (34; 119.), oder aber erneut auf ein italienisches Gespann. Simone Bolelli (36; 19.) und Fabio Fognini (34; 39.) werden an diesem Donnerstag versuchen, mit einem Sieg über das chilenisch-kroatische Duo in die Runde der letzten Acht einzuziehen.

„Die Welle weiter reiten“

Angst vor einem möglichen dritten Duell in Folge mit vom Publikum angefeuerten Lokalmatadoren haben Krawietz und Mies nicht. Der Kölner betonte am Mikrofon von Sky launig, man habe in vier gemeinsamen Jahren gelernt, gegnerische Fans ruhigzustellen. „Insgesamt passt es recht gut mit uns und hoffentlich können wir die Welle weiter reiten“, betonte er. Was der Witzmannsberger schelmisch lachend mit einem „Absolut“ quittierte.

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