ATP-Turnier in Kitzbühel Halbfinal-Aus für Krawietz/Mies

Gut gespielt und doch verloren: Kevin Krawietz (links) und Andreas Mies verpassen in Kitzbühel das Endspiel. Foto: IMAGO/Jürgen Hasenkopf

Der Witzmannsberger und sein Kölner Partner verlieren den Tennis-Krimi In Kitzbühel gegen Pütz/Venus in zwei Sätzen. Zwei Mal geht es in den Tiebreak.

Kevin Krawietz (30 Jahre; Doppel-Weltranglisten-24.) aus Ahorn-Witzmannsberg und sein Kölner Partner Andreas Mies (31; 35.) haben bei den Generali Open in Kitzbühel das Endspiel knapp verpasst. Nach einem zweistündigen Tennis-Krimi mussten sich die an Position 3 gesetzten French-Open-Sieger von 2019 und 2020 am Freitag im Halbfinale des ATP-250-Turniers den an Position 1 gesetzt Tim Pütz (Frankfurt; 34; 12.) und Michael Venus (Neuseeland; 34; 11.) mit 6:7, 6:7 (0:7) geschlagen geben.

Packendes Match auf Augenhöhe

Bis auf den Tiebreak des zweiten Satzes, in dem der Wahl-Münchner und der Rheinländer keine Punkt erzielten, war es ein packendes Match auf Augenhöhe. Doch am Ende hatten Tim Pütz, mit dem der Wahl-Münchner Krawietz zuletzt im deutschen Daviscup-Team sehr erfolgreich war, und dessen Stammpartner den längeren Atem. Allerdings war ihr Weg in die Vorschlussrunde deutlich leichter gewesen, mit einem Auftakterfolg gegen zwei österreichische Youngsters und dem kampflosen Weiterkommen im Viertelfinale.

Beide Teams aufschlagstark

Beide Teams präsentierten sich von Beginn an aufschlagstark, liefen im ersten Satz kaum Gefahr, ihren Service einmal abgeben zu müssen. Lediglich bei 3:4-Rückstand im achten Spiel musste das deutsche Duo bei Aufschlag Mies und 40:40 beim Deciding Point den Breakball abwehren. Nach 6:6 schien es im Satztiebreak in die Richtung von Krawietz/Mies zu laufen, als Tim Pütz den 1:3-Rückstand kassierte. Doch bereits mit dem Minibreak des deutsch-neuseeländischen Gespanns zum 3:3-Ausgleich war alles wieder offen. Nachdem der Witzmannsberger und der Kölner bei 6:5-Führung ihren Satzball nicht hatten nutzen können, machten ihre Kontrahenten mit dem 8:6 gegen den aufschlagenden Mies die 1:0-Satzführung perfekt.

Vehementer Schlussspurt

Auch im zweiten Durchgang bewiesen beide Teams, warum sie zu den weltbesten Doppeln zählen und schenkten sich nichts. Bis auf das sechste Spiel, in dem Krawietz/Mies bei 40:40 und Deciding Point den Breakball abwehren mussten, brachten weiterhin beide Gespanne ihre Aufschlagspiele gut durch. Im Endspurt suchten sie beide vehement die Entscheidung, punkteten mit zahlreichen Assen – am Ende hatten Krawietz/Mies derer sieben und Pütz/Venus sechs zu Buche stehen – und mussten nach einer Stunde und 50 Minuten erneut in den Satztiebreak gehen.

Gleich ein Minibreak

Da allerdings kassierte Krawietz gleich ein Minibreak, nach dem es für ihn und seinen Partner rasend den Bach hinunter ging. Pütz/Mies gaben sich keine Blöße mehr, während Andreas Mies noch zwei Mal seinen Aufschlag abgeben musste, sodass es zum 0:7-Debakel im zweiten Tiebreak kam.

Im Endspiel treffen Pütz/Venus nun auf den Spanier Pedro Martinez (25; 91.) und den Italiener Lorenzo Sonego (27; 102.), die den Niederländer Robin Haase (35; 48.) und den österreichischen Lokalmatador Philipp Oswald (36; 86.) 7:6 (11:9), 7:6 (7:2) besiegten.

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