Auch Coburger Teams dabei Wettstreit der Vogelkundler

Von

Wer kann möglichst viele Vogelarten nachweisen? Ornithologen aus der Region ziehen am Samstag mit Ferngläsern und Spektiven los.

Der Goldbergsee wird für das LBV-Birdrace-Team ein wichtiger Anlaufpunkt sein. Hier lassen sich viele Watvögel beobachten. Der Flussregenpfeiffer scheint in diesem Jahr bei uns heimisch zu werden, wie die Fortpfanzungsbemühungen zeigen. Foto: Urs Leuthäusser

Coburg - Sie werden dem ein oder anderen am Samstag sicher auffallen, beim Spazierengehen am Goldberg- oder Froschgrundsee, am Lauterberg oder in den Itzauen: die mit Ferngläsern und Spektiven ‚bewaffneten’ Ornitholgen-Teams des LBV-Coburg beim sogenannten Birdrace, einem Wettstreit von Vogelkundlern. Sie werden von 5 bis 22 Uhr im gesamten Landkreis unterwegs sein und dabei versuchen, möglichst viele unterschiedliche Vogelarten nachzuweisen, wie der LBV jetzt mitteilte.

Nach der Werbung weiterlesen

Gemogelt wird nicht

Beim Birdrace rennen nicht die Vögel, sondern die Beobachter hinter selbigen her. Dabei versuchen zwei– bis fünfköpfige Teams innerhalb eines Tages, so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Vorab wird vereinbart, innerhalb welcher Grenzen beobachtet wird. In der Regel ist das ein Landkreis. Gezählt werden dürfen innerhalb Deutschlands alle frei fliegenden Arten, sofern sie von der Mehrzahl der Teammitglieder gesehen oder gehört wurde. Gemogelt wird nicht, das gebietet die sportliche Fairness.

Fünf Spezialistinnen und Spezialisten vom Coburger LBV stellen sich diesem bundesweiten Wettbewerb : Marlene Klisa, Tobias Roth, Christian Fischer, Oliver Daum und Urs Leuthäusser. Dazu kommt Bastian Forkel, der, wie im letzten Jahr, in einer überregionalen Mannschaft an den Start geht.

Grobes Ziel: 100 Arten

Das Birdrace sieht sich zwar als Spaß-Veranstaltung, aber es setzt durchaus sehr fundierte ornitholgische Detailkenntnisse voraus. Das landesweite Interesse bei den Vogelspezialisten ist riesengroß. 2020 waren über 1.800 Teilnehmer in 600 Teams am Start. Man muss sich schon sehr gut auskennen in seiner Umgebung, um hier a mithalten zu können. Grobes Ziel der Coburger Mannschaft sind über 100 Arten. Das Siegerteam 2020 lag bei 186, wobei die Regionen im Norden, angesichts der großen Artenvielfalt an Seenplatte und Küste, laut LBV deutlich bessere Vorausetzungen haben.