Reformkommission: Vorsitzende sieht "Super-Gau"
Ausgehend von einem Bericht der Wiener Wochenzeitung "Falter" waren in den vergangenen Wochen eine Reihe von mutmaßlichen Übergriffen von Kinderdorf-Mitarbeitern aus der jüngeren Vergangenheit publik geworden. Seitdem hat die Organisation einen "Neustart" angekündigt. Weiters wurde eine externe Kommission eingerichtet, um Missstände und strukturelle Probleme aufzuarbeiten.
Die Anschuldigungen gegen Mitarbeiter seien ein "Super-Gau", sagte die Kommissionsvorsitzende Irmgard Griss der dpa. Die zusätzlichen Vorwürfe gegen Gmeiner würden die Arbeit des Gremiums nicht einfacher machen. "Es zeigt die Dringlichkeit, sich das anzusehen", sagte die ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofes in Österreich. Es gehe darum, das Vertrauen in die Organisation wieder herzustellen und weitere Vorfälle zu verhindern, so Griss.