Suhl/Neustadt - Glaubt man den Zahlen, hat die Stasi-Unterlagenbehörde in Suhl einen monatlichen Besuchertag gar nicht nötig. Und doch soll es ihn jetzt regelmäßig geben; zum Auftakt Ende Mai kamen knapp 20 Menschen in das Gebäude auf dem Friedberg direkt an der Autobahn A 71. Mehr als 2000 Anträge auf Akteneinsicht sind zwischen Januar und April bei der Behörde eingegangen, sagt Monika Aschenbach, Leiterin der Außenstelle der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, wie die Einrichtung mit vollem Namen heißt. "Im ersten Quartal des vergangenen Jahres waren es nur halb so viele Anträge", sagt Aschenbach.