München/Haßfurt - Mit Blick auf die regionale Verteilung von Kaiserschnitt-Geburten in Bayern schwankt der Prozentsatz zwischen 16 Prozent in den Haßbergen und 60 Prozent im Kreis Hof bei einzelnen Landkreisen sehr stark. Das geht aus Berechnungen der Techniker Krankenkasse (TK) auf Basis der Daten des Statistischen Landesamtes hervor. "Die regionalen Unterschiede deuten darauf hin, dass nicht nur medizinische Gründe eine Rolle dabei spielen, ob ein Kind auf natürlichem Weg das Licht der Welt erblickt oder per Operation", erklärte der Leiter der TK-Landesvertretung Bayern, Christian Bredl. Er mahnte ein Umdenken bei den Müttern an, die ihr Kind lieber per Kaiserschnitt als durch eine Entbindung auf die Welt bringen wollen. Eine Operation berge immer ein Restrisiko. Bereits im März hatte das Statistische Bundesamt die jüngsten Zahlen für Kaiserschnitt-Geburten im Jahr 2010 vorgelegt. Demnach wurde bei fast jeder dritten Frau, die in einer Klinik in Bayern ein Kind bekam, ein Kaiserschnitt gemacht. Der Anteil habe sich in 20 Jahren auf 32,7 Prozent verdoppelt. Die TK wertete die Angaben regional aus: Demnach hat der Landkreis Hof mit 60 Prozent die höchste von den Krankenhäusern gemeldete Kaiserschnittrate, gefolgt vom Landkreis Tirschenreuth (50 Prozent) und Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt sowie München mit jeweils 47 Prozent. Die niedrigste Raten hätten die Kliniken im Kreis Haßberge (16 Prozent), gefolgt von Weiden und Regen (20 Prozent) sowie Straubing-Bogen (21 Prozent).