Als die dumpfen Parolen durch die Suhler Innenstadt hallen, liegen viele Wahrzeichen der Stadt im Dunkeln. Die Ottilie, die am Fuße des Dombergs liegt und sonst nachts hell erstrahlt, ist nicht zu sehen. Auch der Waffenschmied ist kaum zu erkennen. Er steht mitten auf dem Marktplatz, da, wo sich die Anhänger der Sügida seit etwa 18 Uhr an diesem Montagabend versammeln. Als die Parolen durch die Stadt hallen, kann man seine Umrisse nur erahnen. Licht aus: Mit dem gleichen Symbol, mit dem in Dresden, in Köln, in Berlin und in vielen anderen deutschen Städten zuletzt gegen Fremdenfeindlichkeit und Extremismus protestiert wurde, setzt auch Suhl ein Zeichen.
Aus der Region Eine Stadt, zwei Welten
Aus Suhl berichten: Markus Ermert, Sebastian Haak, Jolf Schneider und Jens Wenzel 13.01.2015 - 00:00 Uhr