Bayreuth - Es muss nicht immer Mais sein. Auch eine Reihe anderer Pflanzen ist zur Herstellung von Biogas geeignet, "vielleicht sogar besser als Mais", wie Dr. Pedro Gerstberger betont. Der Botaniker vom Lehrstuhl für Pflanzenökologie an der Universität Bayreuth führt seit einigen Jahren zusammen mit den Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken ein Pilotprojekt durch, mit dem erforscht werden soll, welche Wildpflanzen für die Biogasproduktion geeignet sind und welche besonders als Biogassubstrat infrage kommen. Bei einer Vorstellung des Forschungsprojekts mit dem Parlamentarischen Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk führte Gerstberger eine ganze Reihe solcher Pflanzen auf, die vornehmlich aus Nordamerika stammen. Die Becherpflanze (Silphium perfoliatum) stellte er dabei besonders heraus. Hier sei nur einmal eine Aussaat erforderlich, danach ergebe sich mindestens eine 15-jährige Standzeit. Die Becherpflanze sei weniger frostempfindlich, mache keinen Zwischenfruchtanbau erforderlich, Krankheiten oder Schädlinge seien bisher nicht bekannt. Als weitere mögliche Pflanzen zur Energiegewinnung würden auf Versuchsflächen der Gelbe Kronbart, die Riesen-Scheinaster, der Wasserdost, die Fächermalve und die Sumpf-Gänsedistel gezüchtet. S. H. Fuchs
Aus der Region Forscher findet Ersatz für Mais als Biogas-Pflanze
Redaktion 04.09.2012 - 00:00 Uhr