Hintergrund: Der Gutachter Hans-Ludwig Kröber hatte am Dienstag erstmals eingeräumt, dass der Angeklagte Ulvi Kulac auch ein falsches Geständnis abgelegt haben könnte. Dies sie jedoch der einzige Fakt gewesen, auf den das Hofer Gericht seinerzeit sein Urteil gestützt habe. „Bis zum heutigen Tag ist kein einziger Sachbeweis festgestellt worden“, sagte Eckstein deutlich. Anklage und Verteidigung beraten, ob sie auf diese Einstellung der Beweisaufnahme eingehen.

Nun sollen doch noch die bereits anwesenden Zeugen gehört werden. Ulvis Verteidiger Michael Euler will vor allem nicht auf die Vernehmung von Peggys Mutter Susanne Knobloch verzichten. Dies sei im öffentlichen Interesse, begründete Euler seine Haltung. Außerdem sei es seiner Mandantschaft schuldig. In der Vergangenheit hatte der Unterstützerkreis des Angeklagten wenige Möglichkeiten ausgelassen, um deutlich zu machen, dass sie die Mutter zum Kreis der Verdächtigen in diesem mysteriösen Fall hält.