4. Also heißen die Royals heute alle Windsor?
Nicht ganz. Das Königshaus heißt zwar offiziell Windsor, doch findet auch die Herkunft von Königin Elizabeths Mann Philip Beachtung im Nachnamen ihrer eigenen Nachkommen. Wenn also einmal zum Beispiel auf einem Formular der royale Titel nicht ausreicht und der Familienname gefragt ist, würde da Mountbatten-Windsor stehen - wie etwa bei der Heirat von Tochter Anne und Mark Philips im Register der Westminster Abbey. Mountbatten ist übrigens auch 1917 anglisiert worden - vom hessischen Geschlecht der Battenbergs.
5. Und wie sieht es mit den Vornamen aus? Kommt nach Queen Elizabeth II. dann König Charles III.?
Nicht unbedingt. Der Kronprinz kann seinen Königsnamen eines Tages frei wählen, wie es auch schon frühere Monarchen taten. Charles III. wäre wegen Charles II. (Regierungszeit 1660-1685) wohl etwas delikat - dieser hatte mindestens 14 Nachkommen von diversen Mätressen. Die Regentschaft von Charles I. (1625-1649) wiederum fand ein jähes Ende: Er wurde wegen eines Streits mit dem Parlament und anschließenden Bürgerkriegen geköpft. Der Grund: Hochverrat. Sein Grab liegt übrigens auf Schloss Windsor.
6. Und wo ist Elizabeth II. heute noch Staatsoberhaupt?
Nicht nur in Großbritannien und Nordirland, sondern auch in 15 weiteren selbstständigen Ländern rund um den Globus - von Kanada bis Neuseeland. Sie alle sind Monarchien. Die Krone wird dort von Generalgouverneuren vertreten. Die verbliebenen Kolonien gehören ebenfalls zu ihrem Hoheitsbereich, etwa Gibraltar und mehrere Karibikinseln.