Berlin (dpa) - Der Schauspieler Manfred Krug ist tot. Er starb bereits am vergangenen Freitag in Berlin im Kreis seiner Familie, teilte sein Mangement auf Anfrage mit. Zu seinen bekanntesten Rollen gehörten der unangepasste Zimmermann Hannes Balla im DDR-Film «Spur der Steine», der «Tatort»-Kommissar Paul Stoever für den NDR, der Anwalt in der Serie «Liebling Kreuzberg» und nicht zuletzt ein Truckerfahrer in «Auf Achse».
2008 war Manfred Krug zu Gast bei den 3. Hofer Jazztagen. Krug hatte in Hof Klassiker im Programm, denen er eigenwillig seinen Stempel aufdrückte: Etwa dem „Lied vom Frosch aus der Sesamstraße“ – im Original Frank Sinatras „Isn’t easy bein’ green“ – das Krug neu vertextet und mit einigen Schrägheiten wie grünem Himmel garniert hatte. Oder den „Bossa Nova aus einem To“, den er „schon zu DDR-Zeiten“ gespielt hat. Im Verein mit Uschi Brüning entstand ein kongeniales Gesangsduo. Eigens für die Hofer habe man „zu Herzen gehende Stücke“ vorbereitet, verkündete damals der Sänger-Schauspieler und intonierte mit erkennbarem Genscher-Akzent den 60er-Jahre-Schlager „Quando – Quando – Quando“. Vom Hofer Publikum verabschieden sie sich mit einem von Krug neu vertexteten Armstrong-Stück („hier singen wir die Westversion“). Ein wehmütiges Lied, aber es endet mit dem Versprechen „Auf Wiedersehen!“.
Der Schauspieler, Autor und Musiker wurde 1937 in Duisburg geboren und kam als Kind 1949 in die DDR. 1977 ging er nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wieder in den Westen. Im April 2013 erhielt der in Ost wie West erfolgreiche Künstler das Bundesverdienstkreuz.
Krug war einer der populärsten Film- und Fernsehschauspieler in der DDR und hatte 1976 die Protestresolution zahlreicher DDR-Künstler gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns unterzeichnet. Eine seiner Paraderollen hatte er als aufmüpfig-anarchistischer Baubrigadier in «Spur der Steine». Der 1965 gedrehte Film von Frank Beyer war in der DDR nicht lange in den Kinos und lag dann mehr als 20 Jahre im Giftschrank.
Zuletzt war es still geworden um den erfolgreichen Schauspieler. Krug hatte sich anders als viele Kollegen mit dem Rentenalter aus dem Geschäft zurückgezogen. Und er war zufrieden damit: «Ich habe nichts zu jammern», sagte Krug 2013, als er an der Seite seiner Frau Ottilie im Roten Rathaus in Berlin das Bundesverdienstkreuz entgegennahm.
Er war ein Multitalent, nicht nur ein knorriger Schauspieler, sondern auch Buchautor und Musiker. Krug hatte eine Ausbildung als Stahlschmelzer gemacht. Aber er sagte einmal über sich, er sei «als Schauspieler auf die Welt gekommen». In frühen Jahren verehrte er besonders Hollywoods Star-Cowboy Gary Cooper.
Krug, der vier Kinder hinterlässt, hatte viel zu erzählen. In der DDR war er der «Tausendsassa der DEFA-Filme», wo er in den Babelsberger Studios seit 1961 unter Vertrag stand. Später war er im Westen das liebenswerte und auch manchmal ruppige «Raubein, das von drüben kam», wie ihn Zeitungen nannten.
Von 1969 bis 1973 wurde er in der DDR mehrmals zum Publikumsliebling gewählt. Später fand er auch in der Bundesrepublik - nach einigen Anlaufschwierigkeiten und Ängsten - den beruflichen Anschluss: Hier ermittelte er von 1984 bis 2001 als brummiger wie musikalischer und regelmäßig singender «Tatort»-Kommissar Stoever im Duo mit Charles Brauer in Hamburg. Als «Liebling Kreuzberg» spielte er den populären Anwalt, der ein Herz für die kleinen Leute hat. Im ARD-Vorabendprogramm war Krug jahrelang der abenteuerlustige Truckerfahrer, der weltweit «Auf Achse» war.
2008 war Manfred Krug zu Gast bei den 3. Hofer Jazztagen. Krug hatte in Hof Klassiker im Programm, denen er eigenwillig seinen Stempel aufdrückte: Etwa dem „Lied vom Frosch aus der Sesamstraße“ – im Original Frank Sinatras „Isn’t easy bein’ green“ – das Krug neu vertextet und mit einigen Schrägheiten wie grünem Himmel garniert hatte. Oder den „Bossa Nova aus einem To“, den er „schon zu DDR-Zeiten“ gespielt hat. Im Verein mit Uschi Brüning entstand ein kongeniales Gesangsduo. Eigens für die Hofer habe man „zu Herzen gehende Stücke“ vorbereitet, verkündete damals der Sänger-Schauspieler und intonierte mit erkennbarem Genscher-Akzent den 60er-Jahre-Schlager „Quando – Quando – Quando“. Vom Hofer Publikum verabschieden sie sich mit einem von Krug neu vertexteten Armstrong-Stück („hier singen wir die Westversion“). Ein wehmütiges Lied, aber es endet mit dem Versprechen „Auf Wiedersehen!“.
Der Schauspieler, Autor und Musiker wurde 1937 in Duisburg geboren und kam als Kind 1949 in die DDR. 1977 ging er nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wieder in den Westen. Im April 2013 erhielt der in Ost wie West erfolgreiche Künstler das Bundesverdienstkreuz.
Krug war einer der populärsten Film- und Fernsehschauspieler in der DDR und hatte 1976 die Protestresolution zahlreicher DDR-Künstler gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns unterzeichnet. Eine seiner Paraderollen hatte er als aufmüpfig-anarchistischer Baubrigadier in «Spur der Steine». Der 1965 gedrehte Film von Frank Beyer war in der DDR nicht lange in den Kinos und lag dann mehr als 20 Jahre im Giftschrank.
Zuletzt war es still geworden um den erfolgreichen Schauspieler. Krug hatte sich anders als viele Kollegen mit dem Rentenalter aus dem Geschäft zurückgezogen. Und er war zufrieden damit: «Ich habe nichts zu jammern», sagte Krug 2013, als er an der Seite seiner Frau Ottilie im Roten Rathaus in Berlin das Bundesverdienstkreuz entgegennahm.
Er war ein Multitalent, nicht nur ein knorriger Schauspieler, sondern auch Buchautor und Musiker. Krug hatte eine Ausbildung als Stahlschmelzer gemacht. Aber er sagte einmal über sich, er sei «als Schauspieler auf die Welt gekommen». In frühen Jahren verehrte er besonders Hollywoods Star-Cowboy Gary Cooper.
Krug, der vier Kinder hinterlässt, hatte viel zu erzählen. In der DDR war er der «Tausendsassa der DEFA-Filme», wo er in den Babelsberger Studios seit 1961 unter Vertrag stand. Später war er im Westen das liebenswerte und auch manchmal ruppige «Raubein, das von drüben kam», wie ihn Zeitungen nannten.
Von 1969 bis 1973 wurde er in der DDR mehrmals zum Publikumsliebling gewählt. Später fand er auch in der Bundesrepublik - nach einigen Anlaufschwierigkeiten und Ängsten - den beruflichen Anschluss: Hier ermittelte er von 1984 bis 2001 als brummiger wie musikalischer und regelmäßig singender «Tatort»-Kommissar Stoever im Duo mit Charles Brauer in Hamburg. Als «Liebling Kreuzberg» spielte er den populären Anwalt, der ein Herz für die kleinen Leute hat. Im ARD-Vorabendprogramm war Krug jahrelang der abenteuerlustige Truckerfahrer, der weltweit «Auf Achse» war.