Aus fürs Eberner Krankenhaus Kreisräte sollen sich erklären

Weil die Online-Petition zum Erhalt der Klinik in Ebern viele regionale Unterstützer hat, schaltet sich der Petitionsbetreiber ein. Die Haßberge-Kreisräte sollen demnach Stellung nehmen.

Wohin führt der Weg für das Eberner Krankenhaus? Foto: NP/Rudolf Hein

Mit mehr als 2.100 elektronischen Unterschriften hat die Petition „Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie“ innerhalb kurzer Zeit eine beachtliche Zahl an Unterstützern erreicht. Aufgrund des hohen regionalen Stimmanteils – gezählt wurden hier bis Montag rund 1600 – hat der Petitionsbetreiber OpenPetition alle Kreisräte des Landkreises Haßberge, deren Mailadressen bekannt sind, angeschrieben. Das teilt die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ am Montag in einer Pressemitteilung mit.

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Man spricht hier von einem „Quorum“: „Manche Länder, Bundesländer und auch Städte haben Quoren für Online-Petitionen“, erklärt der Petitionsbetreiber dazu: „Erreicht man innerhalb einer bestimmten Zeit eine bestimmte Anzahl an Unterschriften, so erhält man in der Regel eine öffentliche Anhörung – behandelt wird das Thema so oder so, wenn die Petition eingereicht wurde.“

48 Kreisräte angefragt

Die Kreisräte wurden nun um eine schriftliche Stellungnahme gebeten, wie sie zur geplanten Schließung der Haßberg-Klinik Ebern und umgekehrt zur Petition „Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie“ stehen. Den Stand der Antworten – angefragt wurden 48 der 60 Kreistagsmitglieder, von zwölf konnte der Petitionsbetreiber offenbar keine Mailadressen ausfindig machen – ist unter www.openpetition.de/petition/stellungnahme/erhalt-der-hassberg-klinik-ebern-und-wiedereroeffnung-der-stationaeren-chirurgie zu finden.

Auch die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“, richtet sich in einem Appell an die Kreisräte: „Bekennen Sie sich auf der Petitionsplattform zum Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern“, heißt es, sowie: „Erklären Sie Ihren anvertrauten Einwohnerinnen und Einwohnern anderenfalls, wie Sie eine wohnortnahe klinische Notfallversorgung, insbesondere für lebensbedrohende Erkrankungen, auf alternative Weise sicherstellen wollen.“

Die Bevölkerung ruft die Aktionsgruppe dazu auf, die Kreisräte anzusprechen, ein klares öffentliches Bekenntnis zum Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern zu fordern sowie von den Kreisräten einen Beschluss des Kreistags Haßberge zum Erhalt des Eberner Krankenhauses einschließlich einer Wiedereröffnung der stationären Chirurgie.