Auszeichnung für die Haßberge Hier lässt es sich besonders gut radeln

Haßberge-Tourismus wird in München mit dem „Goldenen Pedal“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ausgezeichnet. Wie das Radtourismuskonzept zu überzeugen wusste.

Fahrradfahrer in Zeil am Main: Haßberge-Tourismus ist für das beste Radtourismusprojekt ausgezeichnet worden. Foto: NP/René Ruprecht

Mit großer Freude hat Susanne Volkheimer, Geschäftsführerin von Haßberge Tourismus e.V., den Preis „Goldenes Pedal“ auf Bayerns größter Reise- und Freizeitmesse „f.re.e“ am Mittwoch in München entgegengenommen. Der Award vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Bayern prämiert alle zwei Jahre die innovativsten und kreativsten Serviceangebote im Radtourismus in Bayern – und in diesem Jahr hat Haßberge Tourismus e.V. die Jury mit seinem (E-)Radtourismusprojekt in der Kategorie „Bestes Radtourismus Gesamtkonzept“ überzeugt, heißt es in einer Pressemitteilung.

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„Die Auszeichnung mit dem Goldenen Pedal ist eine großartige Anerkennung für unser Radtourismuskonzept mit neuen Themenrouten und bestätigt die engagierte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Wir haben für Einheimische und unsere Gäste ein innovatives Angebot geschaffen – ganz ohne externe Planungsbüros und in Zusammenarbeit mit einheimischen Akteuren. Dieser Preis motiviert uns, weiterhin kreative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln“, so Susanne Volkheimer.

Große Freude bei Landrat Wilhelm Schneider und Susanne Volkheimer, Geschäftsführerin von Haßberge-Tourismus e.V., über die Auszeichnung. Foto: Haßberge Tourismus/PR

Die Jury lobte das Konzept, welches 23 neu entstandenen Thementouren umfasst, als innovatives und umfassendes Projekt. „Es wurden Erlebnisräume geschaffen, die gleichermaßen für Gäste und Einheimische attraktiv sind. Das Konzept berücksichtigt alle Aspekte des Radtourismus, von der Beschaffenheit der Radwege bis zur Integration von E-Bike-Ladestationen. Es bietet digitale und Printmedien zur Orientierung und sorgt für zentrale Anlaufpunkte mit Verpflegung und Übernachtung. Es hebt den Radtourismus in der Region auf ein neues Level“, so die Juroren.

Vor allem ein zentrales Element des (E-)Radtourismusprojektes überzeugte die siebenköpfige Experten-Jury: Der neu entwickelte „Digitale Entdecker-Guide“, der Kunden alle Informationen bietet, um sich in der Region zu orientieren und wohlzufühlen. Mit einer App können Radler in den Haßbergen an insgesamt 109 Stationen ihr Smartphone zücken und so Informationen über den Standort, witzige Anekdoten oder historische Bilder und Videos angezeigt bekommen.

Entdecker-Guide am Handy

„Jede unserer neuen Touren setzt ein ganz bestimmtes natur- oder kulturhistorisches Thema in Szene. Wer eine der Touren fährt und dabei unseren Entdecker-Guide nutzt, der bekommt unterwegs immer wieder spannende Hintergrundgeschichten zum jeweiligen Thema direkt aufs Smartphone geliefert. Wir haben für die Recherche bei einer unserer Touren sogar extra originale Stasi-Akten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv in Berlin angefordert. Man kann sich aber auch ein Gedicht von Friedrich Rückert vortragen lassen oder eine 3-D-Rekonstruktion der Burgruine Altenstein als Video ansehen“, erklärt Christof Dilzer von Haßberge Tourismus, der für die Umsetzungen die Federführung übernahm. Werden alle Stationen einer Thementour eingesammelt, wartet für die Radler eine kleine Belohnung in der Tourist-Information in Hofheim in Unterfranken.

Neben dem neuen Netzplan wurden mit dem Projekt außerdem gut 600 Radwegweiser und 97 dreiteilige Informationstafeln erneuert, über 1800 Routenlogos zur Markierung der Touren verbaut und 15 Rad-Service-Stationen aufgestellt. Die Finanzierung des Projektes übernahmen die beteiligten Kommunen. Gefördert wurde das Projekt durch LEADER-Mittel.

Die praktische Übersichtskarte zum neuen Radprojekt mit allen 23 Thementouren gibt es kostenfrei bei Haßberge Tourismus e.V. oder telefonisch unter 09523 50337-10. Den Digitalen Entdecker-Guide unter: