Ausgezeichnet Siegel für Arnold-Gymnasium und Mittelschule Seßlach

Die beiden Einrichtungen bereiten die Jugendlichen ganz besonders auf das spätere Berufsleben vor. Dafür gab es jetzt eine Auszeichnung.

Bei einem Besuch des Unternehmens Mondi in Sonneberg erhalten Zehntklässlerinnen und Zehntklässler des Arnold-Gymnasiums Einblicke in die Produktion von Verpackungsmaterialien. Abteilungsleiter Shpend Brruti (in der Warnweste) erklärt den Schülerinnen und Schülern die Abläufe in der Druckerei. Foto: Thorsten Zipf

Wie geht’s nach der Schule weiter? Wo liegen die eigenen persönlichen Stärken und Talente? Welcher Beruf passt? 77 Schulen in Bayern – darunter zum ersten Mal das Arnold-Gymnasium in Neustadt bei Coburg und die Mittelschule Seßlach – unterstützen ihre Schülerinnen und Schülern auf besonders vorbildliche Weise dabei, Antworten auf diese entscheidenden Fragen zu finden. Für ihre erfolgreiche Arbeit in der beruflichen Orientierung erhalten sie das Berufswahl-Siegel 2025.

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Vertreterinnen und Vertreter des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) haben dem Gymnasium, der Mittelschule und den anderen ausgezeichneten Schulen aus den Regierungsbezirken Ober-, Mittel-und Unterfranken an diesem Dienstag bei einer feierlichen Veranstaltung in Erlangen ihre Siegel-Plakette überreicht.

Die Berufs- und Studienorientierung am Arnold-Gymnasium in Neustadt ist ein fester Bestandteil der Schulkultur, der die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in die Zukunft begleitet. Karl-Heinz Sänger, Schulleiter des Arnold-Gymnasiums, unterstreicht die Bedeutung dieses Ansatzes: „Das ist kein Add-on, kein lästiges Pflichtprogramm, sondern ein integraler Bestandteil unserer Schulkultur. Getragen von einem engagierten Kollegium, unterstützt durch starke externe Partner und konzipiert mit einem klaren pädagogischen Ziel: Unsere Schülerinnen und Schüler sollen ihren Weg finden – informiert, selbstbewusst, mit einem breiten Erfahrungsschatz und dem Mut, neue Horizonte zu erkunden.“

Die praxisnahe Umsetzung der Berufs- und Studienorientierung am Arnold-Gymnasium zeigt sich in verschiedenen etablierten Formaten. Ein Beispiel ist der „Tag des Handwerks“ für die 10. Jahrgangsstufe. Hierbei organisieren die Schülerinnen und Schüler nach einem Einführungsvortrag eigenständig ein Tagespraktikum in einem Handwerksbetrieb und übernehmen somit Verantwortung für ihren Lernprozess. Ein weiteres Highlight ist der Alumni-Tag, bei dem ehemalige Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen teilen und Einblicke in ihre beruflichen Werdegänge geben. Zudem bietet die Schule in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen ein Bewerbertraining an. Dabei lernen die Jugendlichen in Kleingruppen praxisnah alles Wichtige rund um Bewerbungen und knüpfen erste wertvolle Kontakte.

Emilia, Samira und Ida(7a) auf der IHK-Berufsausbildungsmesse in Coburg beim Herstellen eines Werkstücks aus Metall. Foto: Marsoun Christiane

Bereits seit Jahren wird in der Mittelschule in Seßlach am Konzept zur Berufsorientierung gearbeitet. „Das ist an unserer Schule echtes Teamwork! Wir freuen uns, dass unser Einsatz nun so gewürdigt wird“, sagt Christiane Marsoun, Konrektorin und BO-Koordinatorin. Für die enge Zusammenarbeit mit den Partnerbetrieben im Handwerk und der Berufsberatung sei man sehr dankbar. Und weiter: „Der Bezug zur Praxis ist uns sehr wichtig und zahlt sich absolut aus. Wir sind überglücklich, als eine der ersten Schulen in Oberfranken das Siegel bekommen zu haben. Wir haben es uns zusammen verdient!“, so die Konrektorin.

Um die Jugendlichen frühzeitig an die Praxis heranzuführen, setzt die Schule auf vielfältige Maßnahmen. Dazu gehören die „Zwei Tage des Handwerks“, bei denen Schülerinnen und Schüler in Seßlacher Betrieben Einblicke in Arbeitsabläufe und Ausbildungsangebote erhalten. Ergänzend besuchen sie Lehrwerkstätten lokaler Firmen im Technikunterricht, absolvieren dreiwöchige Betriebspraktika in den Jahrgangsstufen 8 und 9 und bereiten sich auf die Teilnahme an mehreren Ausbildungsmessen vor. So lernen die Jugendlichen unterschiedliche Berufsfelder kennen und knüpfen erste Kontakte zu möglichen Praktikums- und Ausbildungsbetrieben.

Die Entscheidung, welche Bewerbungen erfolgreich sind, treffen über 200 ehrenamtliche Vertreterinnen und Vertreter von Schulen und Unternehmen, der Agentur für Arbeit sowie der Kammern und Universitäten. Von den 77 Schulen, die die Auszeichnung dieses Jahr erhalten, werden 44 Schulen zum ersten Mal zertifiziert. 33 Schulen erhalten das Berufswahl-Siegel zum wiederholten Male.