Ausgezeichnete Gemeinde Hofheimer Land wird in Schottland geehrt

Sie reanimieren Leerstände und kümmern sich um die ländliche Entwicklung. Nun wurde das Projekt aus dem Kreis Haßberge mit einem besondern Preis belohnt.

Projektmanagerin Kerstin Brückner (rechts) und Altbürgermeister Wolfgang Borst nahmen die Medaille als Finalisten des Michael-Dower-Award 2025 stellvertretend für die „Allianz Hofheimer Land“ im schottischen Inverurie entgegen. Foto: Karin Borst

Sie organisieren Feste, kümmern sich um die Wiederbelebung von Leerständen und die Natur in ihrer Region. Nun wurde die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land für ihre Arbeit in der Region mit einem ganz besonderen Preis in einer ebenso ländlichen Region geehrt: im schottischen Inverurie.

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Der Michael-Dower-Award trägt den Namen eines Engländers, der sich über Jahrzehnte hinweg aktiv für das Land eingesetzt hat, um es in seiner Resilienz zu stärken. „Ländliche Resilienz beschreibt die Fähigkeit einer lokalen Gemeinschaft, ihren Willen so einzusetzen, dass sie sowohl mit Veränderungen umgehen als auch die Umwelt und Kultur bewahren kann, von denen ihr dauerhafter Wohlstand und ihr Wohlergehen abhängen“, heißt es auf der Website der Stiftung.

Michael Dower hat sich für das Land in ganz Europa eingesetzt

Über den Namensgeber selbst heißt es: „Der ehemalige Nationalparkbeauftragte und Professor für ländliche Entwicklung initiierte, gründete, leitete und begleitete eine Vielzahl zivilgesellschaftlicher Netzwerke und Organisationen in Europa.“

Unter den Finalisten des „Michael-Dower-Awards“ waren auch die Vertreter der Gemeine-Allianz Hofheimer Land aus den Haßbergen. Foto: Kerstin Borst

Als Finalist war nun die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land zusammen mit weiteren Initiativen aus ganz Europa zur Verleihung des Preises nach Schottland eingeladen. Der Preis wurde 2025 zum ersten Mal vergeben.

Altbürgermeister und Projektleiterin reisen nach Schottland

Der Gründungsvorsitzende der Gemeinde-Allianz, Altbürgermeister Wolfgang Borst, und Projektmanagerin Kerstin Brückner haben den Gemeindeverbund aus dem Landkreis Haßberge bei der Preisverleihung vertreten. Im Vorfeld hatte eine international besetzte Jury ein Feld von Finalisten in den Kategorien „Gemeinschaftsinitiativen“ und „Einzelpersönlichkeiten“ aus ganz Europa festgelegt.

Jeweils vier Vertreter aus beiden Kategorien erhielten eine Einladung zur Preisverleihung. Diese kamen aus Armenien, Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Irland, Polen und Schottland – und aus dem Norden Unterfrankens.

Bemerkenswert fand die Jury die Vielfalt und die Bandbreite der Projekte im Hofheimer Land. Für den Sieg reichte das allerdings nicht ganz. Die Auszeichnung in der Kategorie Gemeinschaftsinitiativen erhielt am Ende die „Community Knoydart“, auch bekannt als „letzte Wildnis Schottlands“. Aber auch der Finaleinzug war bereits eine hohe Auszeichnung für die Landgemeinde.