Das Fachmagazin "epd Film" lobte: "Geradezu genial in der Abstimmung von Darstellung, Musik (Carsten Meyer) beziehungsweise Sounddesign (Philipp Feit) und Schnitt (Benjamin Ikes) fügen sich die vier Folgen nicht zuletzt durch den von Sophie Rois naturlexikalisch trocken gesprochenen Offkommentar über das Verhalten von Herden zu einer Feier der Inkompetenz."
Lohnt sich das wirklich?
Folge eins ist mit Abstand die gelungenste. Wie hier in brutalistischer Betonarchitektur der Büroalltag aufs Korn genommen wird, ist sehenswert. Alles ist beige, bitter und boring im Großraumbüro. Niemand spricht.
Als plötzlich das Telefon klingelt, erschrickt das Kollektiv fast zu Tode. Um Himmels willen, es gäbe nun was zu tun! Man müsste reagieren, gar handeln. Dem Schrecken folgt ein Absturz zurück in die Lethargie. Dann verkündet der Chef über die Lautsprecheranlage eine frohe Botschaft: Schnitzeltag!
Später wird zusammengequetscht in einem Raum mit Glastür geraucht. Das führt zu sehr ulkigen Verrenkungen.
In Folge zwei geht es ins Krankenhaus, es gibt eine rasante und alberne Jagd mit dem personifizierten Tod. In Folge drei kommt es in einem Logistikzentrum zu einer fast schon Brechtschen Musical-Revolution.
Folge vier spielt im Himmel, gedreht wurde im Bauhaus-Unesco-Welterbe in Bernau bei Berlin (in der ab 1928 gebauten Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes). Brillant ist hier als Gastschauspielerin die Komikerin Anna Mateur als himmlische Schutzengel-Ausbilderin.
Kommt das auch im Fernsehen oder nur online?
Die Serie ist seit 13. Juli im ZDF-Streaming-Portal abrufbar. Eine lineare Ausstrahlung des kollaborativ entstandenen Formats ist mitten in der Nacht Mitte August geplant (17./18.8. ab 00.15 Uhr).