Australian Open Aus für Krawietz/Hanfmann

Das Aus in Melbourne: Kevin Krawietz (links) und Yannick Hanfmann mussten nach der zweiten Runde der Australien Open die Segel streichen. Foto: imago images/Hasenkopf/Juergen Hasenkopf via www.imago-images.de

Das deutsche Tennis-Doppel Kevin Krawietz und Yannick Hanfmann hat bei den Australian Open den Achtelfinal-Einzug verpasst. In der zweiten Runde in Melbourne mussten sich die beiden Wahl-Münchner den Franzosen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut mit 5:7, 3:6 geschlagen geben.

Melbourne/Witzmannsberg - Auch im Mixed musste der 29-jährige Krawietz aus dem oberfränkischen Witzmannsberg bei Coburg eine Niederlage einstecken. Er und Laura Siegemund unterlagen dem japanischen Gespann Ben McLachlan/Ena Shibahara mit 4:6, 6:7 (3:7).

„Es nervt unheimlich“

„Es ist sehr ärgerlich und nervt unheimlich. Auch Yannick Hanfmann bildet mit mir ein gutes Team. Die Auslosung war für uns nicht perfekt. Herbert und Mahut sind eine der unangenehmsten Paarungen, gegen die man spielen kann und die haben heute unglaublich gut gespielt Sie haben nicht umsonst bereits alle vier Grand-Slam-Turniere gewonnen. Ich hatte mir echt Chancen ausgerechnet, dass wir weit kommen. Aber wir haben Mini-Chancen, die wir auch hatten, liegenlassen“, analysierte Krawietz im Telefonat mit der Neuen Presse.

Im Doppel musste Krawietz kurzfristig auf seinen angestammten Partner Andreas Mies verzichten, mit dem er 2019 und 2020 die French Open gewonnen hat. Der 29-jährige Hanfmann war kurzfristig für den Kölner eingesprungen, der wegen einer Knieverletzung nicht spielen konnte. Laut Krawietz wurde Mies inzwischen in Deutschland am Knie operiert. „Er ist erst einmal sechs Monate raus“, sagte Krawietz über seinen Doppel-Partner.

Zukunft unklar

Damit dürfte Mies auch für die Olympischen Spiele in Tokio ausfallen. „Olympia wird eng. Das ist extrem bitter“, sagte Krawietz, der sich zusammen mit Mies für dieses Jahr große Ziele gesetzt hatte. Neben einer Medaille bei Olympia hatte das Duo auch bei den vier Grand Slams weit kommen und sich in der Weltrangliste verbessern wollen.

Mit wem Krawietz in den kommenden Monaten spielen wird, steht noch nicht fest. „Wahrscheinlich werde ich einige Turniere mit Struffi spielen“, bringt Krawietz seinen Davis-Cup-Kollegen Jan-Lennard Struff als erste Option ins Spiel. Weitere Auftritte mit Hanfmann bei hochklassigen Turnieren sind wegen der schlechten Doppel-Platzierung des Karlsruhers nur schwer möglich.

In Melbourne ist inzwischen wegen der Corona-Pandemie ein totaler Lockdown angeordnet. „Heute war ein echter Sch...tag. Wir sind jetzt noch ein oder zwei Tage auf der Anlage, fliegen dann nach Haus zurück und dann geht’s weiter.“

 

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