B 173 in Kronach Schöner und sicherer unten durch

  Foto: /Maria Löffler

Genau neun Monate dauerte die Bauzeit: Nun gelangen Fußgänger und Radler wieder von Fröschbrunn in die Stadt. Ohne Beklemmung zu bekommen.

Kronach - „Eine wichtige, innerstädtische Radwegverbindung,“ die man wiederhergestellt habe, nannte Bürgermeisterin Angela Hofmann die Geh- und Radwegunterführung an der B 173 im Süden der Stadt. Sie wurde jetzt offiziell freigegeben und soll Naherholung mit Einkaufsmöglichkeiten verbinden.

Die Bürgermeisterin, die sich schon allein wegen der Größe der Unterführung sicherer fühle, als dies bei der alten der Fall gewesen sei, freute sich, „kein beklemmendes Gefühl“ beim Durchfahren mehr zu haben. Schöner sei sie obendrein, lobte sie und meinte, dass die Kronacher „fahrradtechnisch gut vernetzt sind.“ Die Verbindung sei ein wichtiger Knotenpunkt auch in den Osten des Landkreises. Und die Stadt sei auch weiter um den Ausbau von Radwegen bemüht.

Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner strahlte ebenfalls in die Runde, als er von der „guten Vorarbeit der CSU“ sprach, die die Umsetzung des Bauvorhabens möglich gemacht habe. Es sei schon eine schöne Zeit vergangen von der Forderung über die Planung bis zur Umsetzung, „aber in der Ruhe liegt die Kraft.“ Allerdings hörte es sich schon mehr nach Gas geben an, als Baumgärtner davon sprach, „den Verkehr nach vorne zu treiben.“ Sein Wunsch ginge dahin, die Mittel zu erhöhen. Hier sei man auf einem guten Weg. Ein Thema war für ihn beispielsweise der Radweg Steinwiesen, den man planerisch „auf den Weg bringen will.“ Er soll unter anderem nach Nurn fortgeführt werden.

Massive Schäden

Katrin Roth, Bereichsleiterin für Straßenbau am Staatlichen Bauamt Bamberg, blickte kurz auf die Bauphase zurück. Neun Monate habe man gebaut, weil man bei der alten Geh- und Radwegunterführung massive Schäden festgestellt habe. Das Bauwerk musste abgerissen werden. „Vorher gab es umfangreiche Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit des Kreuzungsknotens. Der Fuß- und Radweg wurde barrierrefrei angelegt, die Fahrbahn in diesem Bereich neu asphaltiert,“ erzählte sie. Anhaltend kühle Witterung und Lieferengpässe bei einzelnen Baumaterialien hätten die Fertigstellung zwar verzögert, aber nicht verhindert. Und weiter: „Die Geh- und Radwegunterführung verbindet Fröschbrunn mit seinem Gewerbegebiet mit dem Stadtzentrum von Kronach und erhöht die Verkehrssicherheit für die Radfahrer.“ Am Ende dankte sie allen für die gute Zusammenarbeit bei einem Bauwerk, das finanziert worden sei aus dem Programm für den Bau von Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen. Letzte Markierungsarbeiten an der Straße stünden zwar noch aus, würden aber zeitnah und ohne größere Verkehrsbeeinträchtigungen durchgeführt. Überhaupt habe es auch während der Bauarbeiten keine größeren Rückstaus gegeben. Projektleiter Horst Moser dankte allen zuständigen Stellen für die gute und reibungslose Zusammenarbeit.

Daten & Fakten

Bauzeit: August 2020 bis April 2021. In dieser Zeit wurde das Brückenbauwerk mit Betonfertigteilen neu gebaut und ein weitgehend barrierefreier Geh- und Radweg im Verlauf der Unterführung wurde hergestellt.

Die Fahrbahn wurde neu asphaltiert und Markierungsarbeiten durchgeführt.

Rund 23 000 Fahrzeuge durchquerten die dreispurige Behelfsumfahrung. Kosten der Maßnahme: 1,369 Millionen Euro.

 

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