Thermenstadt im Kreis Coburg Firma erstellt Wärmekonzept für Bad Rodach

Ein Unternehmen aus Traunstein entwickelt ein Klimakonzept für die Kurstadt: „Ergebnisoffen“, wie Bürgermeister Tobias Ehrlicher erklärt.

Bad Rodach lässt sich ein klimaneutrales Wärmekonzept erstellen. Foto: picture alliance/dpa/Sina Schuldt

Die Stadt Bad Rodach will einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaziele gehen. Das teilt Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus mit. In Zusammenarbeit mit der Firma Max Solar aus Traunstein startet die Kommune die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung. „Ergebnisoffen“, teilt der Bürgermeister auf Nachfrage unserer Redaktion mit. „Alle Möglichkeiten werden auf Umsetzbar- und Wirtschaftslichkeit geprüft.“ Ziel sei es, eine langfristig sichere, umweltfreundliche und zukunftsfähige Wärmeversorgung für Bad Rodach zu entwickeln.

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Ein erstes Planungsgespräch zwischen Vertretern der Stadtverwaltung und den Experten der Max Solar habe Anfang März stattgefunden, heißt es aus dem Rathaus. Im Fokus des Treffens stand die detaillierte Abstimmung der nächsten Schritte zur Erstellung eines umfassenden Konzepts für die Wärmeversorgung.

„Wir wollen die Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung in Bad Rodach stellen“, betont Tobias Ehrlicher, Bürgermeister der Stadt. „Die kommunale Wärmeplanung ist dabei ein zentrales Element. Gemeinsam mit Max Solar wollen wir innovative und zukunftsfähige Lösungen aufzeigen, die unsere Stadt langfristig mit umweltfreundlicher Wärme versorgen können.“

Erneuerbare Energien und innovative Technologien“

Alexander Steber, Projektleiter und Key-Account-Manager im Bereich Wärme bei der Max Solar, ergänzt: „Es freut uns, gemeinsam mit Bad Rodach an einer zukunftsorientierten Wärmeversorgung zu arbeiten. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien und innovativer Technologien können wir nicht nur den Energiebedarf der Stadt decken, sondern auch aktiv zum Klimaschutz beitragen.“

Die Wärmeplanung umfasse eine umfassende Analyse der aktuellen Gegebenheiten in Bad Rodach, erklärt Bürgermeister Ehrlicher. Darauf aufbauend werden Prognosen zum zukünftigen Wärmebedarf erstellt und Szenarien zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie zur Steigerung der Energieeffizienz untersucht. Der Plan enthalte keine verbindliche Aussage für einzelne Haushalte in Bezug auf eine kurzfristige Heizungsumstellung. Niemand müsse besorgt sein, dass mit Fertigstellung des Plans zwingende Umbauarbeiten und Kosten auf ihn oder sie zukommen könnten, heißt es weiter.

Das Projekt wird durch die Nationale Klimaschutzinitiative der Bundesregierung gefördert, die Kommunen bei der Entwicklung einer nachhaltigen Wärmeversorgung unterstützt. Als Heilbad mit der wärmsten Thermalquelle Frankens verfügt die Stadt bereits über eine gute Ausgangsbasis für eine nachhaltige Wärmeversorgung.