Während so mancher Rockstar im Geld schwimmt, sitzt es bei Hobbymusikanten nicht so locker. Dann heißt es: Not macht erfinderisch. So auch bei der heimischen Band „Blaubart“. Stefan Blinzler aus Kronach sitzt an einer zum Tisch umfunktionierten Bass-Drum im Proberaum in Marktrodach. Mit seinen Händen streicht sich der Schlagzeuger durch seinen schwarzen Bart. „Bei Konzerten ist der Bart blau gefärbt“, erzählt er, während die Tür aufgeht. Zwei bärtige Gesellen betreten den Raum: Gitarrist Holger Schmitt aus Unterrodach und Thomas Burkert-Mazur aus dem Küpser Ortsteil Schmölz. „Auch unsere Bärte sind bei Konzerten blau“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Schließlich wolle man dem Namen alle Ehre machen, sind sich alle drei einig. Das tun sie aber nicht aus Jux und Tollerei, sondern aus Liebe zu schöngeistiger Literatur, wie im Verlaufe des Gespräches deutlich wird.