Umbaumaßnahme in Coburg Naturkunde-Museum hat jetzt einen Aufzug

Die Bauarbeiten an den Gebäuden sind abgeschlossen. Neben den Umbauten im Inneren verfügt das Museum jetzt über eine PV-Anlage. Was die Bayerische Schlösserverwaltung noch plant.

Das Coburger Naturkundemuseum ist barrierefrei umgebaut worden. Foto: NP/Michael von Aichberger

Seit 2022 liefen Umbauten am Coburger Naturkunde-Museum – nun seien sie erfolgreich beendet worden. Das teilt die Bayerische Schlösserverwaltung mit, die gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg für die Arbeiten zuständig ist. 1,4 Millionen haben diese gekostet – das Ergebnis sind laut der Mitteilung „erhebliche Verbesserungen in Bezug auf die Barrierefreiheit beider Gebäudeteile des Museums“.

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Die wesentliche Neuerung sei demnach ein in einer Stahl-Glas-Konstruktion errichteter Außenaufzug, der erstmals allen Besuchern den Zugang zu sämtlichen Ausstellungsgeschossen des Museumsaltbaus ermögliche. Zusätzlich sei in unmittelbarer Nähe zum Museumsneubau ein zusätzlicher barrierefreier PKW-Stellplatz geschaffen worden.

Eine zusätzliche Toilette im Altbau

Im Altbau gibt es nun eine weitere Toilette. Ein neues taktiles Wegeleitsystem als Orientierungshilfe für blinde und sehbehinderte Menschen im Inneren verbinde die beiden Gebäudeteile.

Bereits seit Februar 2024 ist eine Photovoltaikanlage auf dem Hauptdach des Museumsneubaus in Betrieb. Mit einer Leistung von 25 kWp trage sie zur nachhaltigen Stromversorgung des Naturkundemuseums bei. Die Anzahl an PV-Anlagen im Coburger Raum soll auf Gebäuden der Bayerischen Schlösserverwaltung erhöht werden. Vorbereitungen liefen für den Neubau des Bau- und Betriebshofs für den Schlossbesitz Rosenau sowie das Europäische Museum für Modernes Glas, die 2026 mit den Anlagen und Stromspeichern ausgestattet werden sollen.

Das Naturkunde-Museum sollte mit den Maßnahmen zukunftsorientiert aufgestellt werden, heißt es weiter. Es sei das größte seiner Art in Nordbayern und habe den Rang eines Landesmuseums. Sein Ursprung liege in der Sammeltätigkeit der Coburger Herzöge seit dem 18. Jahrhundert. Offiziell gegründet wurde das Museum 1844. Seit 1914 ist es im eigens dafür erbauten Gebäude im Hofgarten untergebracht. Die herzoglichen Sammlungen wurden in die 1919 gegründete „Coburger Landesstiftung“ überführt.