Basketball-Bundesliga Bittere Pleite für Brose Bamberg

Alles Dirigieren hilft nicht: So sehr sich Trainer Johan Rojakkers auch anstrengt, seinem Team den Erfolgsweg zu zeigen – speziell auswärts läuft es in dieser Saison nicht nach Wunsch. Foto: / Daniel Löb

Die Bamberger Korbjäger kassieren in Chemnitz ihre achte Auswärtsniederlage. Die Playoff-Teilnahme gerät immer mehr in Gefahr. Und nun kommt Alba Berlin.

Chemnitz/Bamberg - Trotz des starken Auftritts von Kenneth Ogbe musste Brose Bamberg in der Basketball-Bundesliga erneut eine bittere Auswärtsniederlage hinnehmen, wodurch Trainer Johan Roijakkers und sein Team noch mehr in Gefahr gerät, die Playoffs in dieser Saison zu verpassen. Die 82:85 (49:43)-Pleite des neunfachen deutschen Meisters am Freitag war bereits die achte in fremder Halle und kommt vor dem Gastspiel des amtierenden deutschen Meisters und Pokalsiegers Alba Berlin an diesem Sonntag um 15 Uhr in der Brose-Arena zur Unzeit.

Niners Chemnitz – Brose Bamberg 85:82 (32:27, 11:22, 18:16, 24:17). Dass die Bamberger nicht gekämpft haben, kann man ihnen nicht nachsagen. Sinnbildlich dafür ist die Performance von Nationalspieler Kenneth Ogbe, der nach seiner Einwechslung in nur 19 Minuten 16 Punkte erzielte und auch durch aggressive Verteidigungsarbeit voran ging. Doch insgesamt reichte es am Ende nicht für ihn und seine Kollegen, etwas Zählbares aus Sachsen mitzunehmen. Der Aufsteiger hatte offenkundig am Ende mehr zuzusetzen. Brose-Trainer Johan Roijakkers und seine Schützlinge schlichen nach der Schlusssirene in n der Chemnitzer Messehalle wie die begossenen Pudel vom Feld.

Grüttner Bacoul fällt länger aus

Während bei den Domstädtern Dominic Lockhart nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder im Kader stand, musste Roijakkers neben dem langzeitverletzten Tyler Larson und Chase Fieler auch auf Neuzugang Alex Ruoff (Entzündung im Fuß) und Joanic Grüttner-Bacoul verzichten, der sich in Frankfurt eine Fraktur des Kahnbeins im linken Handgelenk zugezogen hat und nach erfolgter Operation nun ebenfalls länger länger pausieren muss. Doch kann die personelle Schwächung nicht als Ausrede gelten, warum es für Bamberg wieder nicht zu einem Auswärtssieg reichte. Es war die Strategie von Niners-Coach Rodrigo Pastore, mit schnellem und aggressivem Spiel die Gäste von Beginn an unter Druck zu setzen, die voll aufging.

Am Sonntag Außenseiter

Ob die wenigen Stunden Pause bis zum nächsten Spiel ausreichen, um diesen Rückschlag wegzustecken und genügend Kraft zu tanken, um gegen den hohen Favoriten Berlin Wiedergutmachung zu betreiben, muss sich zeigen.

Statistik

Niners Chemnitz: Thornton (23 Punkte/6 Dreier), King (19/5), Mike (14/2), Harris (14), Wimberg (8), Ziegenhagen (3/1), Richter (2), Lawson (2), Matthews, Johnson.

Brose Bamberg: Hall (20/4), Ogbe (16/3), Sengfelder (14/1), Vitali (11/3), Hundt (10/2), Kravish (9), Thompson (2), Lockhart, Seric.

Schiedsrichter: Rodriguez, Simonow, Arik.

 

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