Basketball-Bundesliga Playoff-Aus für Bamberg

Machtlos an der Seitenlinie: Brose-Coach Oren Amiel. Foto: Daniel Löb

Brose Bamberg verliert auch Spiel drei der Playoffserie gegen Alba Berlin. Damit ist die Saison für das Team von Oren Amiel vorbei.

Brose Bamberg hat auch das dritte Playoff-Viertelfinalspiel gegen Alba Berlin verloren und scheidet damit aus dem Meisterschaftsrennen um die deutsche Basketball-Krone aus. Gegen die Hauptstädter unterlag Brose am Donnerstagabend mit 70:103 und verlor die Best-of-Five-Serie mit 0:3. Damit ist die Saison für Bamberg beendet, während es die Berliner im Halbfinale mit Ludwigsburg zu tun bekommen. Im Lager des amtierenden Meisters herrschte nach dem schnellen Halbfinaleinzug absolute Zufriedenheit. „Wir sind sehr glücklich. Vor allem über die Art und Weise. Das ist einzigartig“, sagte Sportdirektor Himar Ojeda.

In der Brose-Arena war es vor 4017 Zuschauern von Beginn an eine klare Angelegenheit, die vor allem durch die Berliner Treffsicherheit – allein zur Pause versenkten sie 13 Dreier bei 18 Versuchen – zustande kam. Brose hingegen fand zu keiner Zeit wirklich ins Spiel, wurde aber dennoch bis zur letzten Sekunde von seinen Fans gefeiert. „Wir haben heute gegen ein Team verloren, dass sehenswerten Basketball gezeigt hat. Das muss man anerkennen. Das tun wir auch. Daher Glückwunsch an Berlin, viel Glück in der nächsten Runde“, sagte Bambergs Coach Oren Amiel nach der Partie und fügte hinzu: „Danke an meinen Staff, sie waren jederzeit für mich da, haben mir vor allem zu Beginn immer geholfen. Danke an die Zuschauer, die ich nicht Zuschauer, sondern Unterstützer nennen würde. Sie waren, nachdem sie wieder in die Halle durften, immer da und haben uns dahin gebracht, wo wir jetzt waren, in die Playoffs. Jetzt blicken wir nach vorne und bauen eine tolle Zukunft für Brose Bamberg.“

Die ersten gut zwei Minuten waren ausgeglichen (4:4), anschließend zeigte sich aber relativ schnell, dass Berlin auch an diesem Abend das Visier von jenseits der Dreierlinie optimal eingestellt hatte. Lô und Delow trafen zwei Distanzwürfe innerhalb einer Minute (6:12, 5.). Brose hingegen tat sich schwer. Vorne wollten die Würfe nicht fallen, hinten ließen sie den Berlinern oftmals zu viel Platz. Und den nutzten die Hauptstädter gnadenlos aus. Mit 18:27 endete der erste Durchgang.

Überragend von Außen

War die Berliner Dreierquote in Abschnitt eins bereits gut (4/6), sollte sie im zweiten Viertel überragend werden. Den Beginn machte da Silva, gefolgt von dreien in Serie von Jaleen Smith. Auch Lô traf mit, dazu später noch Olinde und Blatt. Am Ende versenkten die Gäste bis zur Pause 13 Stück bei 18 Versuchen, eine Trefferquote von 72 Prozent. Da konnte Brose offensiv nicht dagegenhalten. Ein 36:61 war die Folge zur Pause.

Wenn man ehrlich ist, war die Partie bereits zur Halbzeit entschieden. Vor allem, da es auch nach der Pause nahtlos so weiterging, wie es in der ersten endete. Berlin war auf beiden Seiten des Feldes klar überlegen, traf zwar fortan nicht mehr in der Hochprozentigkeit der ersten Hälfte, aber immer noch weit über dem Durchschnitt. Brose selbst gab sein Bestes, versuchte immer wieder entweder den Pass zum Center oder aber zum freien Mann an der Dreierlinie, es wollte nicht wirklich funktionieren. Entweder waren schnelle Gästehände dazwischen oder die Würfe gingen an den Ring. Mitte des Viertels traf Lammers aus der Halbdistanz zum 50:80.

Doch was machten die Fans? Sie sangen, sie pushten, sie feuerten weiter an, ließen ihre Mannschaft spüren, dass sie stolz auf das Erreichte waren. Mit 54:84 ging es in den Schlussabschnitt.

Dort ließen es dann beide Teams gemächlicher angehen. Dennoch gab es auf beiden Seiten nochmals schöne Aktionen, etwa, als Tomáš Kyzlink den einhändigen Dunking ins Netz bugsierte.

Am Ende unterlag Brose Bamberg ganz starken Berlinern mit 70:103 und die Serie damit mit 0:3. Während es für die Hauptstädter nun im Halbfinale geht Ludwigsburg geht, ist für Brose Bamberg die Saison beendet. Offiziell verabschiedet sich das Team am kommenden Montag ab 17.30 Uhr von den Fans. Dann ist die Saisonabschlussfeier am und im Trainingszentrum in Strullendorf.

Die Statistik

Bamberg: Justin Robinson (12 Punkte/1 Rebound/1 Assist), Chris Dowe (11/1/2), Tomas Kyzlink (11/3/1), Christian Sengfelder (10/4/0), Martinas Geben (9/3/0), Omar Prewitt (7/2/5), Kenneth Ogbe (6/6/0), Dominic Lockhart (2/5/1), Akil Mitchell (2/7/3), Marvin Omuvwie (0/0/0).

Berlin: Oscar da Silva (14 Punkte/4 Rebounds/0 Assists), Maodo Lo (13/1/10), Yovel Zoosman (12/5/4), Jaleen Smith (12/2/1), Tim Schneider (11/2/0), Malte Delow (10/6/3), Ben Lammers (10/3/1), Tamir Blatt (8/2/8), Louis Olinde (5/3/2), Jonas Mattisseck (5/3/1), Christ Koumadje (3/8/1).

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