Bauausschuss Ebern Geplanter Mast sorgt für Verwunderung

So oder ein ähnlicher Funkmast, wie hier auf der Höhe zwischen Gemünd und Weißenbrunn, soll zwischen Unterpreppach und Vorbach auf einem Feld entstehen. Foto: /Helmut Will

Zahlreiche Neuigkeiten, manche überraschend, präsentierte Bürgermeister Jürgen Hennemann im Rahmen der Bauausschuss-Sitzung. Neben Infos zu einem Funkmast gab es auch Neuigkeiten von den „Frankenstuben“.

Ebern - Entsteht zwischen Unterpreppach und Vorbach, am sogenannten „Schopfenrangen“, ein Sendemast? Wenn es nach der Stadt Ebern geht: ja. Denn der Antrag einer Firma, dort auf einem Feld, am sogenannten „Ochsen-Highway“, einen 40 Meter hohen Mast zu errichten, wurde nicht einmal dem Bauausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt, sondern von der Verwaltung „verwaltungsmäßig“ an das Landratsamt mit der gemeindlichen Zustimmung weiter geleitet. Die Mitglieder des Bauausschusses erfuhren davon nebenbei.

Wie hierzu Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) kurz ausführte, plane die Firma Vantage Towers aus Düsseldorf, zu Vodafone gehörend, den Neubau einer Mobilfunkstation auf dem Flurstück 99 der Gemarkung Vorbach. Dieses Vorhaben sei gemäß des Baugesetzbuches privilegiert. Deshalb erteilte die Verwaltung das gemeindliche Einvernehmen, weil es bisher keine Einwände gegeben habe. Wie und ob dieses Vorhaben bekannt gemacht wurde, darüber wurde nichts gesagt. Weitere Aspekte, wie der Sinn der Maßnahme, was damit verbessert werden soll oder wie der Antrag der genannten Firma lautete, blieben im Dunkeln.

Dann ging es auch gleich weiter mit den übrigen Punkten auf der Tagesordnung. So planen die Inhaber der „Frankenstuben“ in Ebern, in den bisherigen großen Gastraum zwei Wohnungen einzubauen, weshalb dem Gremium ein Bauantrag auf Nutzungsänderung vorlag. Diesbezüglich erläuterte Jürgen Hennemann, dass er wegen dieser Pläne bereits persönlich mit den Antragstellern gesprochen habe, weil der bisherige große Gastraum in Ebern bisher als einer der wenigen die Möglichkeit geboten hatte, dort größere Familienfeiern abzuhalten. „Ich bedauere es sehr, wenn diese Möglichkeit nicht mehr besteht“, so Hennemann.

Allerdings hätten sich die Inhaber aus privaten Gründen entschlossen, ihre Gasträume zu verringern. Verbleiben werden der alte Gastraum und der Biergarten, wie der Bürgermeister erklärte. Allerdings würden die bereits gebuchten Veranstaltungen noch bis etwa Ende des Jahres durchgeführt werden können. Das Gremium erteilte das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag.

Investitionskosten von etwa 30 000 Euro sind erforderlich, um die Schneckenpumpe in der Kläranlage auszutauschen. Wie hierzu Martin Lang vom Bauamt erläuterte, sei die bisherige Pumpe stark in Mitleidenschaft gezogen. „Lamellen der Pumpe und weitere Teile sind bereits ausgebrochen; wir kommen nicht umhin, diese Maßnahme durchzuführen“, so Lang. Knapp 28 000 Euro kostet der Austausch. Der Auftrag ging an die Firma Rehart in Auma-Weidatal in Thüringen. Hinzu kommen Kosten für einen Mobilkran, die bei etwa 2000 Euro liegen dürften. Die Krux, dabei: Die Abrechnung richtet sich nach dem aktuellen Tagespreis für den Stahleinkauf, sodass die Kosten von 28 000 Euro noch variieren könnten.

Die Bayernwerk Netz GmbH plant die Verlegung von Leitungen in der Gemarkung Welkendorf nahe des Baches „Preppach“. Neben naturparkrechtlichen- und wasserrechtlichen Erlaubnissen, ist hierfür auch die Zustimmung der Stadt Ebern nötig, die vom Bauausschuss erteilt wurde.

Bekannt gegeben wurde noch der bereits verwaltungsmäßig weiter geleitete Bauantrag der Firma Lang in Eyrichshof, die dort auf ihrem Werksgelände sechs weitere Fertiggaragen errichten möchte. Ebenso verwaltungsmäßig behandelt und weitergegeben wurde der Bauantrag über die Aufstellung eines Imbisswagens mit Lagerraum in Ebern, Coburger Straße, im Bereich der Firma R&W (Parkplatz). Mehreren Bauanträgen oder Bauvoranfragen von Privatpersonen wurde ebenfalls zugestimmt.

Bürgermeister Hennemann gab außerdem bekannt, dass am 31. Juli wieder die Hassberg-Rallye des AC Ebern stattfinden wird. Weiter wies er darauf hin, dass die Bundesstraße B 279, zwischen der Verteilerspange Ebern und Rentweinsdorf, saniert wird. Dies geschehe in Abschnitten, der Verkehr werde teilweise großräumig umgeleitet. Nach den Worten Hennemanns soll die Baumaßnahme am 5. Juli beginnen und dürfte sich bis zum Ende der Ferienzeit hinziehen. Die Anregung des zweiten Bürgermeisters Harald Pascher (FDP), in diesem Zusammenhang die Zufahrten am Heubacher Kreuz mit anzupassen, habe wohl wenig Aussicht auf Erfolg, so Martin Lang.

Ob es richtig sei, dass in der Waldhütte bei Reutersbrunn Schimmelbildung in der Küche vorhanden sei, wollte Stadtrat Markus Fausten (CSU) wissen. Das sei nur bei den Duschen der Fall gewesen und bereits mit einer Teilsanierung behoben, sagte Hennemann. Der Platz und die Hütte seinen zudem wieder geöffnet. Außerdem könne der Waldkindergarten bei Fierst wohl im September eröffnet werden, antwortete der Bürgermeister auf die Frage von Stadtrat Klaus Schineller (Grüne).

 

Bilder