Bauausschuss Ebern Mehr Sicherheit an der Kreuzung

Helmut Will

Auf der Tagesordnung des Eberner Bauausschusses stand diesmal vor allem ein verkehrsrechtliches Anliegen. Mit einem neuen Schild sollen hier Gefahrenquellen beseitigt werden. Ebenfalls diskutiert wurden ein Lehmhaus in Rundbauweise und die Verlängerung von Sperrzeiten.

Das Foto zeigt in Ruppach die Lindenstraße in Richtung Lindenhof/B 279 und die von rechts einmündende Ortsstraße „Ruppacher Höhe“, wo die Regelung „rechts vor links“ gilt. Vor der Einmündung soll nun das Verkehrszeichen 102, „Kreuzung oder Einmündung mit Vorfahrt von rechts“, angebracht werden. Foto: Helmut Will

Die verkehrsrechtliche Anordnung in Ruppach ein Gefahrenzeichen vor der Einmündung „Ruppacher Höhe“ aufzustellen, wurde bei der Sitzung des Bauausschusses der Stadt Ebern am Mittwochnachmittag in der Frauengrundhalle in Ebern vom Tisch aus getroffen. Eine Ortseinsicht fand hierzu nicht statt. Zu der Entscheidung kam es, weil sich eine Anliegerin, die im Ortsteil Ruppach an der betreffenden Einmündung wohnt, an die Stadt Ebern gewandt hatte, weil sie und andere Anwohner „verblüfft“ seien, „wie schnell Verkehrsteilnehmer von Ruppach in Richtung Lindenhof/B279 aus dem Ort hinaus fahren.“ Den meisten Verkehrsteilnehmern sei offensichtlich nicht bewusst, dass an der Einmündung „Ruppacher Höhe“ in die „Lindenstraße“, die Regelung „rechts vor links“ gelte, so die Mitteilerin. „Die Stadt Ebern hat hierzu eine Stellungnahme von der Polizei und dem Verkehrsreferenten im Stadtrat und zweitem Bürgermeister Harald Pascher (FWE) eingeholt, und es wurde vorgeschlagen, in der Lindenstraße das Verkehrszeichen 102, ‚Kreuzung oder Einmündung mit Vorfahrt von rechts’ anzubringen“, erklärte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) diesbezüglich. Das wurde vom Gremium so beschlossen, in der Hoffnung, dass Verkehrsteilnehmer sich darauf einstellen; auch, weil die bevorrechtigte von rechts einmündende Straße, „Ruppacher Höhe“, aus Richtung Ortsmitte Ruppach kommend, erst sehr spät einsehbar ist.

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Dem Bauantrag von Thomas Angermüller (Elektro-Fertsch), über die Errichtung einer Lager- und Gerätehalle in Eyrichshof-Specke wurde dann das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Eine größere Werbeanlage in Ebern, Bahnhofstraße am Edeka-Markt, kann nach Meinung des Bauausschusses ebenfalls angebracht werden.

Die Gruppe „Freiraum Unterfranken“, vertreten durch Liselotte Weisel, möchte zudem in Unterpreppach, Ortsausgang Vorbacher Weg in Richtung Vorbach, rechts des Weges, ein Lehmhaus in Rundbauweise, Durchmesser zehn Meter, mit Gemeinschaftsgarten errichten. Das Haus soll ausschließlich mit Naturmaterialien (Stein, Lehm, Holz, Stroh) errichtet werden und als Gemeinschaftshaus für Besprechungen, Zusammentreffen und Workshops genutzt werden. Geplant ist eine Öffnung viermal pro Woche bis maximal 22 Uhr. Der Bauausschuss stimmte zu.

Ein Antrag auf Nutzungsänderung lag vom Betreiber des Biergartens „Herzog – Bier & Wein“ in Ebern, Rittergasse, vor. Die Sperrzeit soll dort von bisher 22 Uhr auf 23 Uhr verlängert werden. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt. Ebenso zugestimmt wurde der Verlängerung der Sperrzeit auf 23 Uhr.

Bürgermeister Hennemann informierte, dass laut Bescheiden des Landratsamtes im Altstadtensemble Ebern, verschiedene beantragte Fotovoltaikanlagen von Antragstellern unter einigen Auflagen errichtet werden dürfen. Bei den betreffenden Anwesen hatte sich der Bauausschuss schon vor längerer Zeit einmal umgesehen und sich die geplanten Maßnahmen vom Sanierungsberater der Stadt Ebern, dem Architekten Jürgen Bergmann, erläutern lassen. Dritter Bürgermeister Thomas Limpert (FWE) brachte vor, dass es im Bereich der Freiflächenfotovoltaikanlagen „Am Hinterbach“, nördlich von Eichelberg, bei starkem Regen Probleme mit dem Wasserabfluss gebe. Hier wären Durchlässe häufiger verstopft, bzw. sie würden die Wassermassen nicht fassen können. Bürgermeister Jürgen Hennemann sagte zu, die Sache dem Betreiber der Anlagen mitzuteilen und das vom Bauamt der VG Ebern prüfen zu lassen.