Bauerbach - A ls "glücklich und vergnügt" schildert Friedrich Schiller am 8. Dezember 1782 seine Gemütslage einem Jugendfreund. Gerade ist er in Bauerbach eingetroffen. Vielleicht fegte ein Schneesturm über das Tal, vielleicht machte der Frost den Boden hart, vielleicht fiel aber auch Wintermorgen-Sonne durch die Fenster des Wolzogenschen Hauses. Ein reichliches halbes Jahr wird er dem Ort seine Anwesenheit schenken, der - neben Einsamkeit - Zeit für "Kabale", Zeit für den "Karlos" und auch eine unglückliche Liebe für ihn bereithält. Dann ist der Doktor Ritter wieder weg - aber Bauerbach kann und will sich bis heute seines berühmt gewordenen Einwohners auf Zeit und der Tradition nicht entledigen.