Nirgends kann man den Frühling intensiver erleben als auf einer blühenden Streuobstwiese. Ein wogendes Blütenmeer, das erste Summen fleißiger Bienen und der berauschende honigsüße Duft, in dem schon die fruchtige Verheißung künftiger Genüsse mitschwingt. Wer unter den blühenden Baumkronen von Kirschen, Zwetschgen, Birnen und Äpfeln wandelt, erlebt pures Glück. Jahrhundertelang prägten alte Streuobstwiesen Bayerns Kulturlandschaft, vor allem in Frankens kleinteiliger Landwirtschaft fanden sie viel Raum. Doch auch hier fiel seit den 1960er Jahren fast jeder zweite Obstbaum dem Strukturwandel in Landwirtschaft und Siedlungsbau zum Opfer. In den Haßbergen sind noch viele dieser wertvollen Lebensräume erhalten geblieben, doch auch hier verlieren sie kontinuierlich an Boden. Bis jetzt hat noch jeder Ort seinen Obstbaumgürtel. Flöge man im Frühling über die Landschaften hinweg, sähen sie aus wie Spitzenkrägen, die sich dekorativ um die Dörfer schmiegen.
Baumpflegekurs in Ebelsbach Schnipp-schnapp, welcher Ast muss ab?
Sabine Haubner 18.04.2024 - 17:00 Uhr