Bavarian Masters im Dart Volltreffer für die Eberner

Rudolf Hein

Schnelle Pfeile in der Frauengrundhalle: Der Dartclub Gipsy Ebern 1988 e.V. hat am Samstag die Bavarian Masters ausgerichtet. Am Ende darf man sich selbst über einen Platz auf dem Treppchen freuen.

Der Dartsport entstand vor etwa 120 Jahren in England und ist heute eine der am rasantesten wachsenden Sportarten weltweit, auch in Deutschland. Der Bayerische Dartverband e.V. zählt aktuell 3622 Spieler, organisiert in 183 Vereinen und sechs Regionalverbänden (www.bdvev.de). Jährlich einmal wird die Bayerische Meisterschaft im Team, die Bavarian Masters, ausgerichtet. Am vergangenen Samstag fand diese Sportveranstaltung in der Frauengrundhalle in Ebern statt, Ausrichter war der Dartclub Gipsy Ebern 1988 e.V.

Für den Dartsport braucht es nicht viel. Drei Darts von maximal einem Fuß, also 30,54 Zentimetern Länge und höchstens 50 Gramm Gewicht. Im Normalfall werden Pfeile verwendet, die zwischen 20 und 30 Gramm auf die Waage bringen. Die Scheiben können entweder elektronisch sein, oder, wie in diesem Turnier aus Sisalfasern hergestellt, auf die Darts mit Stahlspitzen geworfen werden. Der Abstand vom Spieler zur Scheibe beträgt 2,37 Meter, der Mittelpunkt der Scheibe befindet sich auf 1,73 Meter Höhe. Diese Vorgaben gilt es unbedingt einzuhalten.

Die Scheibe ist nach einem ausgeklügelten System in 20 „Tortenstücke“ eingeteilt, die jeweils einen Punktwert von 1 bis 20 besitzen. Zusätzlich gibt es zwei schmale Ringe, die den Punktwert verdoppeln, beziehungsweise verdreifachen, in der Mitte zwei kleine konzentrische Kreise, die 25 und 50 Punkte wert sind. Die häufigste Variante bei Turnieren ist „501 – straight in – double out“, will sagen, man fängt bei 501 Zählern an, der erste Wurf darf ein beliebiges Feld treffen, man arbeitet sich Wurf für Wurf auf null Punkte herab und muss diesen Wert mit einem Treffer im Verdopplungsring erreichen. Im Idealfall sind dafür drei Durchgänge mit drei Würfen nötig, zum Beispiel 180 – 180 – 141 Zähler.

Die Bavarian Masters finden seit dem Jahr 2000 statt. Die sechs Regionalverbände wechseln sich als Veranstalter ab. 2022 war der Mittel- und Oberfränkische Dartverband e.V. (MOFDV) an der Reihe. Der DC Gipsy Ebern e.V. ist aufgrund einer Ausnahmeregelung, betreffend die kürzeren Anfahrtswege, dem MOFDV zugeordnet, hatte sich als Ausrichter beworben und den Zuschlag erhalten.

Und so zog es am Samstag etwa 150 aktive Darterinnen und Darter in die Frauengrundhalle, wo 22 Scheiben auf sie warteten. Für Herren, Damen und Jugendliche waren eigene Pokale ausgelobt. Jeder Regionalverband hatte also drei Mannschaften mit jeweils vier Spielerinnen oder Spielern bei den Damen und Jugendlichen, acht bei den Herren, die sich über gute Ranglistenplätze für das Turnier qualifiziert hatten.

Gegen 15 Uhr war das Halbfinale erreicht, zwei Verbände ausgeschieden. In das Finale zogen schlussendlich der MOFDV und der Dartverband Ostbayern e.V. ein, das die Gastgeber nicht für sich entscheiden konnten, sie mussten sich mit 7:1 geschlagen geben. Gefreut hat man sich über den zweiten Platz trotzdem, zumal die Damen des MOFDV einen schönen dritten Platz erringen konnten. Als Krönung verblieb der Jimmy Kraus Cup im Jugendturnier auch noch in Mittel- und Unterfranken.

 

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