Um ihre selbstgesteckten ehrgeizigen Klimaschutzziele einhalten zu können, setzt die Staatsregierung nun doch auf den Einsatz von Wärmepumpen – allerdings nur bei Neubauten und in gut isolierten Wohnhäusern. „Wir stehen für eine bezahlbare und technologieoffene Wärmewende im Einklang mit den Bürgern“, erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) anlässlich der Vorstellung seiner bayerischen Wärmestrategie im Ministerrat. Man dürfe die Menschen bei der energetischen Sanierung ihrer Häuser und der Optimierung ihrer Heizungsanlagen nicht überfordern. Die Maßnahmen müssten schrittweise erfolgen und für die Bürger „nachvollziehbar und bezahlbar“ sein. Die im Gebäudeenergiegesetz des Bundes fixierte Vorgabe, wonach mittelfristig nur noch Heizungen neu eingebaut werden dürfen, die zu mindestens 65 Prozent aus erneuerbarer Energie gespeist werden, lehnte Aiwanger ab.
Bayerischer Sonderweg Zweifel an Aiwangers Wärmewende
Jürgen Umlauft 22.10.2024 - 17:28 Uhr