Trauerakt Bayern gedenkt am 23. März der Corona-Todesopfer

Ilse Aigner (CSU), Präsidentin des Bayerischen Landtags, läutet die Glocke. Foto: Matthias Balk/dpa-Pool/dpa/dpa

Bayern will der mehr als 12.000 Todesopfer der Corona-Pandemie noch vor Ostern mit einem Trauerakt im Landtag gedenken. "Wir wollen gemeinsam innehalten, den Menschen, die hinter den täglich veröffentlichten Zahlen stehen, ein Gesicht geben und unserem Mitgefühl Ausdruck verleihen", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag in München.

München - Der Trauerakt soll am 23. März ab 14 Uhr im Plenarsaal des Maximilianeums stattfinden. Er wird dann auch live im Bayerischen Fernsehen übertragen. Zudem soll es um 14.30 Uhr eine landesweite Schweigeminute für die Opfer geben.

Die Idee für einen zentralen Gedenkakt stammt eigentlich von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. Die zentrale Veranstaltung soll aber erst am 18. April sein. In ganz Deutschland sind seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr nach Angaben des Robert Koch-Instituts mehr als 68.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Der bayerische Trauerakt soll vor einer Sitzung des Landtags abgehalten werden. Neben Aigner und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) soll auch die Vorsitzende des Bayerischen Ethikrates und ehemalige Regionalbischöfin, Susanne Breit-Keßler, eine Rede halten.

"Mit dem gemeinsamen Trauerakt von Staatsregierung und Landtag setzen wir ein Zeichen, dass die vielen Toten der Corona-Pandemie nicht vergessen sind", sagte Söder. Jeder einzelne Tote hinterlasse eine tiefe Lücke bei Angehörigen, Verwandten und Freunden. "Jeder einzelne Tote schmerzt, jeder Verlust wiegt unendlich schwer. Daher ist es die moralische Pflicht der Politik, diese schlimme Pandemie einzudämmen, damit wir nicht noch weit mehr Opfer betrauern müssen."

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