Bayern Saisonabbruch in allen Kegel-Ligen

Ein Wurf in die Vollen – aktuell nicht möglich. Foto: picture alliance/dpa/Jens Wolf

Die Corona-Lage lässt dem Gesamtvorstand des Bayerischen Sportkegler- und Bowlingverbandes keine Wahl. Im September erfolgt der Neustart mit der Ligeneinteilung von 2020.

Weidhausen - Aufgrund der Entwicklung in der Corona-Pandemie und nach nochmaliger Verlängerung des Lockdowns durch die Bundes- und Staatsregierung hat der Gesamtvorstand des Bayerischen Sportkegler- und Bowlingverbandes (BSKV) den Saisonabbruch für alle Ligen im Freistaat beschlossen.

Die Entscheidung fiel in Abstimmung mit dem Verbandssportausschuss. Der Beschluss des Gesamtvorstandes, der sich aus dem erweiterten Präsidium und allen Bezirksvorsitzenden zusammensetzt, erfolgte einstimmig mit 20:0 Stimmen. Die Saison 2020/21 wird im gesamten BSKV einschließlich seiner Untergliederungen mit sofortiger Wirkung ohne Wertung abgebrochen.

Zuvor hatte bereits der Dachverband, der Deutsche Classic Keglerbund (DKBC), die Saison 2020/21 für beendet erklärt. Der BSKV schloss sich dieser Entscheidung nun an, da die momentane Lage keine schnelle Rückkehr zu einem geregelten Spielbetrieb erwarten lässt.

Einstimmiger Beschluss

Der Neubeginn der Punktekämpfe ist für September 2021 vorgesehen, sofern die Situation um die Corona-Pandemie einen geregelten Spielbetrieb zulässt. Grundlage sind die ursprünglichen Ligeneinteilungen vom Juli 2020. Teilnahmeberechtigt sind auch Teams, die später coronabedingt zurückgezogen haben. Mit den detaillierten Planungen wollen sich die Sportverantwortlichen des bayerischen Verbandes in den kommenden Wochen befassen.

„Die Entscheidung für den Abbruch der Saison war letztlich alternativlos“, sagt Michael Hofmann, BSKV-Vizepräsident Sport. Weil es keine Argumente dagegen und auch keine Einwände gegeben habe, sei der Beschluss einstimmig gefallen. „So eine Entscheidung tut immer weh, die fällt man nicht gerne. Sie war aber notwendig.“

Die Vereine hätten mit ihr im Endeffekt schon gerechnet. „Es ist Verständnis da bei den Mitgliedern, für die es schade ist, dass sie ihren Sport nicht ausüben können. In der momentanen Situation macht das aber wirklich keinen Sinn“, meint der Weidhausener, der auf die gesperrten Bahnanlagen verweist. Zudem sei mittlerweile der Punkt überschritten worden, bis zu dem die Durchführung einer normalen Punktspielrunde noch möglich gewesen wäre. Bislang seien erst drei Spieltage absolviert worden.

Alternative Wettbewerbe

Der Bayerische Sportkegler- und Bowlingverband denkt jetzt über mögliche Alternativprogramme für seine Vereine und Kegler nach, die die Zeit bis zum Saisonauftakt im September überbrücken könnten. „Sollte es die Lage zulassen, könnte ich mir Einzel- oder Mannschaftsturniere auf freiwilliger Basis vorstellen“, meint Michael Hofmann. „Wir wollen das flexibel handhaben. Wer teilnehmen möchte, kann es. Wer nicht möchte, weil ihm das Risiko noch zu groß erscheint, muss auch nicht.“

Die Zwangspause bereitet dem BSKV-Vizepräsidenten und seinen Mitstreitern derweil Sorgen in Hinblick auf die Mitgliederentwicklung. „Wir spüren die Auswirkungen, mittlerweile sind einige abgesprungen. Das größere Problem ist aber, dass wir keine neuen Keglerinnen und Kegler hinzubekommen, wenn wir unseren Sport nicht ausüben können“, sagt Hofmann. Er rechnet damit, dass sich dieser Effekt erst in den nächsten Jahren bemerkbar machen wird.

 

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