Unwetter Fast 60 Feuerwehreinsätze in Oberfranken

, aktualisiert am 21.06.2021 - 07:52 Uhr

Heftige Regenfälle und Gewitter haben in Ober- und Mittelfranken in der Nacht zum Montag für überflutete Keller und Straßen sowie umgefallene Bäume und einer Vielzahl von Sachschäden gesorgt. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Bayreuth am Montagmorgen mitteilte, kam es aufgrund des Unwetters in ganz Oberfranken zu knapp 60 Feuerwehreinsätzen.

Bayreuth/Nürnberg - Der Sprecher berichtete von einer äußerst unruhigen Nacht.

Wie Matthias Potzel von der Pressestelle der oberfränkischen Polizei berichtet, sei es zu drei Verkehrsunfällen gekommen. Verletzt wurde niemand. Vereinzelt versperrten umgekippte Bäume Straßen. Dies war auch der häufigste Grund, warum die Feuerwehren im Dienstbereich der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach ausrücken mussten. Vereinzelt habe das Wasser in Keller gedrückt, wie ein Sprecher im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet. Die Feuerwehren seien im Fichtelgebirge, in der Fränkischen Schweiz und im Kulmbacher Land etwa 30 Mal im Einsatz gewesen.

Ein heftiger Gewittersturm mit hohen Windgeschwindigkeiten hielt vergangene Nacht die Einsatzkräfte im nordöstlichen Landkreis Kulmbach in Atem. Besonders die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren mussten eine Vielzahl umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste beseitigen. Da in der Regel nur untergeordnete Straßen betroffen waren und in der Nacht wenig Verkehr herrschte, kam es laut Bericht der Kulmbacher Polizei zu keinen nennenswerten Störungen. Zu Beginn des morgendlichen Berufsverkehrs waren die meisten Hindernisse beseitigt. Im Zuständigkeitsbereich der Stadtsteinacher Polizei war besonders der Bereich um Wirsberg und Kupferberg betroffen.

Von weniger als zehn Einsätzen berichtet ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Hochfranken. Etwa sei die Feuerwehr in Lamitz und auf der Straße zwischen Fattigau und Oberkotzau ausgerückt, weil dort jeweils ein Baum auf der Fahrbahn lag.

In Mittelfranken kam es nach Angaben eines Sprechers des Polizeipräsidiums Nürnberg vor allem zu überfluteten Kellern und Straßen. Blitzeinschläge sorgten außerdem für kleinere Brände. Verletzte gab es jedoch keine. Zu etwa 30 Einsätzen mussten neben der Feuerwehr auch Einsatzkräfte der Polizei anrücken.

Für den Montagvormittag kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Bayern, besonders aber im Süden und später auch in der Mitte des Freistaates, vereinzelt Schauer und im Laufe des Tages erneut kräftige Gewitter an.

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