Bayreuth - Der Bayreuther Chefarzt Dr. Stefan Förster sagt: "Wenn wir die Alzheimer-Erkrankung aufhalten wollen, dann ist die Frühdiagnostik ein wichtiger Schlüssel dazu." Er erklärt: "In weltweit durchgeführten klinischen Studien testen Ärzte derzeit neue Medikamente", die sich in der letzten Studien-Phase vor einer möglichen Markteinführung befänden. "Diese Präparate haben bereits gezeigt, dass sie krankhafte Eiweißablagerungen im Gehirn eines Patienten auflösen und diese über das Nervenwasser abtransportieren können", so Förster. Wenn damit dann auch noch eine deutlich messbare Verbesserung der Gedächtnisleistung einherginge, wäre "Alzheimer erstmalig mit einem Medikament aufzuhalten", erläutert der Bayreuther Mediziner . Er nennt jedoch eine Voraussetzung: Schon jetzt werde deutlich, dass ein Auflösen der Eiweißablagerungen im Gehirn durch zielgerichtete Antikörper wohl nur in frühen Alzheimer-Erkrankungsstadien, am besten noch vor Auftreten der ersten den Patientenalltag einschränkenden Symptome, einen gut erkennbaren Effekt auf die Gedächtnisleistung erzielen würde. Mit anderen Worten: Die Therapie sollte bereits ansetzen, bevor der Patient seine Erkrankung bemerkt.
Bayreuth Kann Alzheimer früh gestoppt werden?
Redaktion 20.09.2018 - 19:54 Uhr