2022 wird es kein Maisel’s Weißbierfest geben. Das teilt die Brauerei an diesem Donnerstag mit.
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Dabei herrschen zum Zeitpunkt des Maisel’s Weissbierfests der in Bayreuth verwurzelten Brauerei oft bereits sommerliche Temperaturen. Und in diesem Jahr begann die groß angelegte, weltweite Impfkampagne. Warum dann trotzdem das frühe Aus für das beliebte Brauereihoffest? „Es ist eine Tragödie“, sagt Jeff Maisel im Gespräch mit unserer Zeitung. Zusammen mit dem Brauereiteam habe er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.
Wochenlang sei nach Lösungen gesucht worden. „Natürlich ist die Lage deutlich besser als in den Vorjahren“, sagt Maisel. Wie sich die Corona-Pandemie entwickle, sei dennoch ungewiss. „Wenn Zehntausende feiern und viele in der Halle ganz eng nebeneinander stehen, muss man sich schon fragen, wie sicher das wirklich ist.“ Allein die Kontrollen am Einlass, wo sich sonst schon Schlangen bilden, wären „eine logistische Herausforderung“.
Brauereichef Jeff Maisel bezeichnet sich selbst als Optimisten. Er sei selbst einer der größten Fans des Weissbierfests und meistens bis zur Sperrstunde dabei.
Jeff Maisel kennt jedoch genauso den großen, organisatorischen Aufwand. Die Planungen für das Brauereifest beginnen fast ein Jahr im Voraus. Die Bands, die zumeist aus dem Ausland kämen, müssten gebucht, Verträge geschlossen werden. Die Music-Acts zu freiem Eintritt gehörten fest zum Programm und zeichneten das Weissbierfest aus.
Da aber noch nicht klar sei, wie sich die pandemische Lage bis Mai 2022 entwickele und ob dann Veranstaltungen mit Zehntausenden Besuchern zugelassen seien, habe sich die Brauerei schweren Herzens für eine Absage entschieden. Selbst gegen ein Fest im kleineren Format habe sich das Team entschieden. „Wir haben gemerkt, dass alles was wir tun, bedeutet, dass es ein anderes Fest wird.“
Das Weissbierfest sei als Dankeschön an die treuen Maisel’s Weisse Fans und Kunden gedacht. Aber die Sorge, dass zu viele kommen, überwiege. „Es tut mir in der Seele weh, dass wir es schon zum dritten Mal in Folge nicht feiern können.“
Ganz aufs Feiern verzichten müssten die Bierfreunde nicht: So werde zum Beispiel das Hobbybrauerfestival im Februar stattfinden. Auch Zeltfeste könnte sich der Brauereichef vorstellen. „Wir hoffen, dass die Besucher unsere Entscheidung nachvollziehen können und versprechen, dass wir 2023 dann umso mehr Vollgas geben werden.“ Mit dem Bau der neuen Logistikhalle und anderen Vorhaben habe der Ausfall des Weißbierfests nichts zu tun, trat Maisel etwaigen Spekulationen entgegen. „Die Bauleute werden zwar nicht unglücklich sein, aber die Pläne sind so, dass die Halle bis Mai 2022 fertig sein sollte.“
Dass das Weissbierfest womöglich aus Kostengründen ausfalle, weist Maisel zurück. „Es ist zwar ein teures Fest, wir verkaufen aber auch ordentlich Bier.“ Die Brauerei stehe trotz der Pandemie wirtschaftlich gut da, sei weiterhin Sponsor von Medi, stelle Personal ein und unterstütze die Stadt Bayreuth bei Feierlichkeiten. „Corona hat uns zum Glück nicht sonderlich hart getroffen.“
Das 33. Maisel’s Weissbierfest ist jetzt vom 11. bis 14. Mai 2023 geplant. Und spätestens dann wird in der neuen Logistikhalle der Familienbrauerei gefeiert. Die Besucher dürfen sich im übernächsten Jahr sogar auf einer etwas größeren Fläche verteilen.
Der Maisel’s Fun Run wird ebenfalls erst wieder zum Weissbierfest-Sonntag am 14. Mai 2023 möglich sein. Fun Run Organisator Hannes Leuthold erklärt dazu: „In den Jahren 2020 und 2021 sind wir trotz Pandemie digital miteinander gelaufen, aber das war einfach nicht dasselbe. Deshalb gedulden wir uns nun noch ein klein wenig, nutzen die Zeit für eine exzellente Trainingsvorbereitung und starten 2023 wieder voll durch!“
Die Anmeldung für den Maisel’s Fun Run 2023 startet voraussichtlich am 11.11.2022. Näheres wird der Maisel’s Homepage zu entnehmen sein, so das Brauereiteam. „Lieber schlucke wir einmal eine dicke Kröte, haben im Frühjahr mehr Sicherheit und gehen beruhigt an die Sache heran“, sagt Maisel. Für weitere Informationen zum Anmeldestart hat die Brauerei Gebrüder Maisel einen Newsletter eingerichtet: www.maisels-funrun.de.