Bayreuther Festspiele Nach Bühnenunfall: Konieczny singt im „Siegfried“

Roman Kocholl
Tomasz Konieczny. Foto: Enrico Nawrath

Mit der Wotan-Besetzung geht es im neuen „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen ziemlich verhext zu.

Einige Besucher hielten es zunächst für einen Regie-Gag: Als sich der Sänger des Wotan, Tomasz Konieczny, im zweiten Aufzug der „Walküre“-Premiere im Bayreuther Festspielhaus in einen Sessel setzen wollte, krachte dieser zusammen. Wotan lag am Boden.

Das könnte man nun als Vorwegnahme des Schlusses von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ deuten, so war es aber nicht gemeint. Tatsächlich handelt es sich um einen Bühnenunfall, was Konieczny auch im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt. Er habe sich in Behandlung begeben. Die Folgen des Sturzes sind zum Glück nicht schwerwiegend.

Auf dem Wege der Besserung

Am frühen Dienstagnachmittag gab die Festspielleitung bekannt, dass sich Konieczny auf dem Wege der Besserung befinde und er an diesem Mittwoch wie geplant den Wanderer in der „Siegfried“-Premiere singen wird. „Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei Michael Kupfer-Radecky, der die gestrige Vorstellung bravourös gerettet hat“, heißt es weiter.

Der Sänger Kupfer-Radecky ist auch regulär als Gunther in der „Götterdämmerung“ vorgesehen.

Ziemlich verhext

Mit der Besetzung des Wotan geht es in dieser „Ring“-Produktion ziemlich verhext zu. Der ursprünglich vorgesehene Günther Groissböck sagte schon im vergangenen Jahr ab, sein Ersatz John Lundgren dann im Juni dieses Jahres. Für den sprang dann wiederum Egils Silins im ersten „Ring“-Teil „Rheingold“ ein - und Konieczny in der „Walküre“ und als „Wanderer“ im „Siegfried“.

 

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