BBC Coburg Klarer Sieg gegen Bayern II

Bayerns Mohamed Sillah kommt am Coburger Leon Bulic (rechts) nicht vorbei. Foto: Heinrich Weiß

Der BBC Coburg gewinnt in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B gegen Bayern München II. Das Heimdebüt von Neu-Coach Milos Petkovic gelingt.

Bei der Heimpremiere seines neuen Headcoachs Milos Petkovic hat der BBC Coburg am Samstag vor 600 Zuschauern die Nachwuchsriege des FC Bayern München mit 79:58 (50:27) besiegt. Am Ende war es ein ungefährdeter Erfolg gegen den Tabellenletzten der 2. Basketball-Bundesliga Pro B. Die Offensivmaschine der Vestestädter kam nur im dritten Viertel ins Stocken, hier erzielten die Hausherren nur magere acht Punkte. Der dominanteste Akteur der Coburger war BBC-Center Leon Bulic mit 20 Punkten, sieben Rebounds und drei Steals. Bei den Münchner überzeugte Mohamed Sillah mit einem Double-Double aus 18 Punkten und 17 Rebounds.

Kurze Durststrecke

„Wir wollten viele Sachen umsetzen. Zum Beispiel defensiv aggressiv zu agieren oder strukturiert zu spielen und wenige Turnover zu verursachen. Wir sind auf eine sehr aggressive und junge Mannschaft getroffen, die auf jeder Position einen Kopf größer war als wir”, sagte der neue BBC-Trainer Milos Petkovic nach seinem ersten Heimspiel in der HUK-Arena. Gegen die jungen Bayern sah er in drei Vierteln einen souveränen Auftritt seiner Schützlinge. Die fast schon obligatorische BBC-Flaute nach der Pause hielt am Samstagabend über sechseinhalb Spielminuten an. Die jungen Bayern kamen mit einem 15:0-Lauf aus der Kabine.

„Leider kam das dritte Viertel, wo wir 13 Dreier nicht getroffen haben, obwohl die meisten offene Dreier waren. Das müssen wir in Kauf nehmen”, analysierte der 38-jährige Petkovic die Durststrecke seiner Mannschaft nach der Halbzeit. Man müsste diese Schwächephasen besser steuern, mehr penetrieren und mehr Fouls ziehen, forderte er im Hinblick auf zukünftige Auftritte der Vestestädter.

Gäste halten nur anfangs mit

Zu Beginn des Aufeinandertreffens mit dem FC Bayern Basketball II schickte der Serbe neben Kapitän Sven Lorber mit Tyreese Blunt, Adrian Petkovic, Milan Suput und Leon Bulic eine verhältnismäßig kleine Starting Five mit drei etatmäßigen Guards auf den Court. Lorber brauchte nicht lange, um in Fahrt zu kommen und schickte zum Auftakt einen Dreier ins Netz. Eine bärenstarke Vorstellung vom Coburger Kapitän endete mit 14 Punkten und drei Assists. Die Gäste hielten anfangs noch Schritt. Weil Lorber aber im ersten Viertel weiterhin am offensiven Ende erfolgreich blieb, setzten sich Coburgs Basketballer gegen Ende des Durchgangs erstmals ab. In den zweiten Spielabschnitt nahmen sie eine 25:17-Führung mit.

BBC blüht so richtig auf

Defensiv blühte der BBC dann im zweiten Viertel auf und limitierte die Landeshauptstädter auf eine magere Offensiv-Ausbeute von zehn Punkten. Sieben aus 16 Dreiern fielen für Coburg vor der Halbzeit. Mit einem 12:0-Lauf demoralisierte der BBC die jungen Münchner und stellte durch einen Korbleger von Jannis Sonnefeld auf 44:23. Bis zur Pause erhöhten die Vestestädter zur Freude der 600 Fans in der Arena noch auf 50:27, sodass die Messe bereits gelesen schien.

Wie in dieser Saison schon so oft, kamen Coburgs Basketballer nach der Halbzeit aber nicht in Tritt und trafen knapp sechseinhalb Minuten lang den Korb nicht mehr. Die Jung-Bayern Lenny Anigbata und Luis Wulff hatten mehr Zielwasser getrunken und schenkten dem BBC zwei Dreier zum Start ins Viertel ein. Wulff schickte noch ein Triple hinterher und als Sillah zwei Freiwürfe traf, schmolz die komfortable Coburger Führung auf nur noch zehn Punkte. Adrian Worthy erlöste Coburg schließlich mit einem getroffenen Freiwurf (27.). Der dritte Durchgang ging dennoch mit 17:8 an München.

Die Negativserie bei den Feldversuchen setzte sich für Coburgs Basketballer im vierten Viertel nicht mehr fort. Auch von Downtown traf Coburg wieder, Tyreese Blunt erhöhte mit einem Triple knapp acht Minuten vor dem Ende wieder auf 64:50. Viel überlegter und mit besserer Ballbewegung ließen die Gastgeber dann nichts mehr anbrennen. Die jungen Bayern, die im dritten Viertel noch einmal alles in die Waagschale geworfen hatten, fanden nun keine Antworten in der Offensive mehr. Auch an der Freiwurflinie ließen die Münchner zu viel liegen, sieben Treffer aus 15 Versuchen ergaben eine Ausbeute von 47 Prozent.

Signifikant waren die Unterschiede zwischen den beiden Kontrahenten vor allem bei den Ballverlusten. Während die Münchener 22 Mal den Ball aus der Hand gaben, leistete sich der BBC nur sieben Turnover. Das ist der neue Spitzenwert in dieser Spielzeit für Coburg.

Die Statistik

BBC Coburg: Bulic (20), Lorber (14), Blunt (12), Sonnefeld (12), Petkovic (9), Suput (7), Worthy (3), Wobst (2), Höllerl.

FC Bayern Basketball II: Sillah (18), Wulff (14), L. Anigbata (9), Licina (6), Dongmo (6), Agyepong (2), A. Anigbata (2), Sklandanowski, Blank, Pesic, Grußendorf.

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