Seit 25 Jahren reist Till Mayer regelmäßig in Krisengebiete und berichtet über die dort mit Waffengewalt ausgetragenen Konflikte. Damit nimmt der 50-jährige Journalist aus Bamberg vor allem die vergessenen Kriege in den Fokus. Er kommt dann, wenn viele Medien nicht mehr vor Ort sind und zeigt mit seinen Bilddokumentationen auf, mit welchen Folgen die Menschen zu kämpfen haben. So sollte es auch in der Ukraine sein. Seit 2017 bereiste Mayer immer wieder das Donbas-Gebiet und produzierte mehrere Reportagen über „Europas vergessenen Krieg“. Schon früh hatte er die Ahnung, dass es zu einer Invasion russischer Truppen kommen werde. Dass er sich beim Zeitpunkt dann um ein paar Tage verrechnet habe, berichtete er in einem eindrucksvollen Vortrag im Coburger Gemeindezentrum Sankt Augustin, zu dem der Bund der katholischen Jugend eingeladen hatte.