Als die 82-jährige Coburgerin, nennen wir sie Johanna Müller, die Diagnose Blutkrebs bekommt, weiß sie eines sicher: Sie wird nicht noch jede medizinisch mögliche Behandlung versuchen, um ihr Leben wenige Monate zu verlängern – auf Kosten der Lebensqualität. Vor Jahren schon hat sie miterlebt, wie ihr ebenfalls an Krebs erkrankter Ehemann unter den Folgen der Eingriffe litt und wie schwer für ihn am Ende der Tod war. Darum entscheidet sich die 82-Jährige, Suizid zu begehen. Und wird Mitglied bei der Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben (DGHS), einem Verein, der die begleitete Selbsttötung ermöglicht.
Begleiteter Suizid Coburgerin will selbst über ihren Tod entscheiden
Christiane Schult 30.06.2025 - 14:00 Uhr